Apples iWatch: Soll noch 2013 kommen

Flavio Trillo
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Patente, Gerüchte, Designkonzepte — viel hört man derzeit über eine mögliche Apple-Uhr, vorsichtshalber iWatch genannt. Das eine Produkt, was noch keines ist, hat damit inzwischen auch das andere überholt: Den Apple-Fernseher. Die Umsatzchancen sind außerdem bei Uhren deutlich höher. Bis zu 6 Milliarden Dollar könnten Apple winken.

Apples iWatch: Soll noch 2013 kommen

Bloomberg berichtet über Interna aus dem Apple-Hauptquartier, die zum Teil von The Verge mithilfe eigener Quellen bestätigt werden. Demnach soll die iWatch noch in diesem Jahr startbereit sein. 100 Ingenieure und Designer, geführt von Jonathan Ive selbst, sollen seit einiger Zeit an dem Projekt arbeiten. Statt einer angepassten Version des Betriebssystems, das auch auf dem iPod nano läuft, soll Apple iOS für die Hightech-Uhr angepasst haben.

Mit einem größeren Funktionsumfang sinkt natürlich die Akkulaufzeit. Das Ziel, so die informierten Quellen, sei es, vier bis fünf Tage ohne Netzstrom auszukommen. Bislang gelingt das noch nicht. Auch das eigentlich iOS für iPhone, iPad und iPod touch muss angepasst werden, um mit der iWatch kommunizieren zu können. Sowohl an der Benutzeroberfläche, als auch hinter den Kulissen müsse noch gefeilt werden.

Für Investoren könnte es sich als Glücksfall herausstellen, dass das Gemurmel um eine iWatch momentan das um einen Apple-Fernseher übertönt. Im TV-Markt sind zwar die Umsätze hoch, die Margen aber gering, der Kampf um Marktanteile hart. Ganz anders im Bereich der Armbanduhren, wie Oliver Chen, Analyst der Citigroup erklärt. Hier sei mit satten 60 Prozent Bruttomarge zu rechnen.

„Das könnte ein Geschäft im Wert von 6 Milliarden Dollar für Apple sein, mit durchaus Chance auf mehr, wenn sie den Markt ebenso im Sturm erobern wie mit dem iPod“, so Chen. Rechnet man mit etwa 15 Prozent Bruttomarge im TV-Sektor und jeweils 10 Prozent Marktanteil für Apple, kommt für das iTV 1,79 Millarden Gewinn heraus — gegenüber möglichen 3,6 Milliarden für die iWatch.

Auf den ersten Blick eine einfache Rechnung. Doch haben sich schon andere vergeblich am Uhrenmarkt versucht. Kein geringerer als Microsoft wagte mit Partnern wie Citizen Watch und Fossil vor etwa 10 Jahren einen Vorstoß in diese Richtung. Das Projekt „SPOT“ wurde jedoch 2008 mangels Erfolg eingestellt.

Andererseits sind Apples Bewegungen in neue Märkte bislang eher von Erfolg gekrönt gewesen. Man denke nur an den iPod, das iPhone oder das iPad.

Tragbare, im Sinne von am Körper angebrachter Technik, ist einer der Trends diesjähriger Innovationen. Google Glass debütiert vermutlich noch in diesem Jahr, die Pebble Smartwatch wird schon seit einigen Wochen ausgeliefert und mit dem iPod nano als Uhr spielen Zubehörhersteller ebenfalls seit geraumer Zeit.

Mit etwas Glück zeigt Apple die iWatch zum ersten Mal im Juni auf der WWDC, der Worldwide Developers Conference. Entwickler könnten sich über das neue Betriebssystem und die Möglichkeiten der Kommunikation mit iOS-Geräten informieren.

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Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014

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