Android 3.2: Die Features des Honeycomb-Updates erklärt

Frank Ritter
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Dass das Tablet-Android Honeycomb in einer neuen Version, Android 3.2, herauskommt, ist längst kein Geheimnis mehr. So wird derzeit das Motorola XOOM bereits aktualisiert. Nun hat sich auch das Android-Entwicklerteam geäußert. Neben dem offiziellen SDK und Quellcode zum Download werden auch die Neuerungen erläutert.

Android 3.2: Die Features des Honeycomb-Updates erklärt

Sonderlich detailliert sind die Erklärungen zwar nicht, die da im Android Developers-Blog gepostet sind. Wir gehen die einzelnen Punkte aber trotzdem durch und erklären sie nach bestem Wissen und Gewissen (Übersetzungen von uns):

Optimierungen für eine breitere Palette von Tablets: Verschiedene Verfeinerungen im ganzen System, mit denen eine großartige Benutzererfahrung auf einer vergrößerten Zahl von Tablets sichergestellt wird.

Konkret bedeutet das, dass Honeycomb jetzt auch auf anderen CPUs als Nvidias Tegra 2 läuft. Ebenfalls werden nun mehr Auflösungen unterstützt, auch Tablets mit dem 7-Zoll-Formfaktor können nun in den Genuss von Honeycomb können. Besitzer des HTC Flyer und des ursprünglichen Samsung Galaxy Tab können sich also konkrete Hoffnungen auf ein Update ihres Gerätes machen. Nvidia ist nun nicht mehr Quasi-Monopolist auf CPUs für Honeycomb-Tablets; das bedeutet bessere Marktchancen für Qualcomm, Samsung und Texas Instruments als Chiplieferant, daraus resultierend mehr Wettbewerb und mittelfristig sinkende Preise für Android-Tablets.

Kompatibilitätszoom für Apps mit festen Größenangaben: Dank eines neuen Kompatibilitäts-Displaymodus können Nutzer nun auf eine neue Art Apps auf Geräten mit großen Displays nutzen. Diese Modus bietet eine pixelskalierte Methode zur Standard-Dehnung von Apps, die nicht speziell auf große Display optimiert sind.

android 3.2 zoomstufen
Viele Apps wurden programmiert, ohne dass der Entwickler die Tatsache im Hinterkopf hatte, dass die App auch auf Displays mit Tablet-Auflösungen laufen muss. Nutzer können für diese Apps nun einen anderen Zoom-Modus einschalten, der auf eine Smartphone-Auflösung herunterskaliert und einfach “hereinzoomt”.

Man kann sich das, um eine Parallele zum Webdesign zu ziehen, in etwa so vorstellen: Eine Webseite ist so gebaut, dass sie keine feste Breite des Textes angegeben. Auf einem 27-Zoll-Monitor liest sich dieser Text in der gesamten Monitorbreite ziemlich mühsam. Im übertragenen Sinne kann man nun einfach den Text größer darstellen lassen, also in die Seite “hineinzoomen”. Ganz ähnlich funktioniert der neue alternative Zoommodus.

Media Sync von der SD-Karte: Auf Geräten mit einem Wechsellaufwerk für SD-Karten können Nutzer nun Multimedia-Dateien direkt von der SD-Karte in Apps laden, die diese verwenden.

Heißt nichts weiter, als dass man mit einem installierten Media Player nun auch Musik und Filme laden kann, die nicht im internen Speicher, sondern auf der SD-Karte liegen.

Erweiterte Screen-Unterstützungs-API: Entwickler, die präzisere Kontrolle über ihre Benutzeroberfläche auf der Vielfalt aller Android-Geräte haben möchten, erhalten eine erweiterte API (Programmierschnittstelle) mit neuen Ressource Qualifiers und Manifest-Attributen. Über diese können Screens nun auch über ihre Ausmaße angepeilt werden.

Dies bedeutet, einfach gesagt, dass der Entwickler einer App nun nicht mehr nur festlegen kann: Meine App soll nur auf Geräten mit großem Bildschirm laufen, sondern: Meine App soll nur auf Geräten mit einer Mindestauflösungsbreite von 800 Pixeln laufen laufen. Natürlich sind hier noch feiner granulierte Möglichkeiten gegeben.

Genauere Informationen, die eher auf Entwickler zugeschnitten sind, erhält man in den Release Notes zur Android 3.2-Plattform. Die aktualisierten Downloads von SDK, SDK-Tools, NDK und Eclipse-Plugin erhält man über den Artikel im Android Developers-Blog.

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