Android 2.3 Gingerbread: Quellcode veröffentlicht

Frank Ritter

Google hat den Quellcode von Android 2.3 “Gingerbread” veröffentlicht. Die Entwickler warnen jedoch vor allzu forschen Synchronisierungs- und Kompilierungsversuchen.

Android 2.3 Gingerbread: Quellcode veröffentlicht

Da ist er, der Gingerbread-Quellcode, wir haben uns schon darauf gefreut (obwohl die Nachricht beinahe untergegangen wäre). Nun kann sich jeder sein eigenes Ingwerbrot zusammenbacken oder, sofern keine ausgeprägten Kenntnisse und Verständnis von Programmierung und Kompilierung vorhanden sind, zumindest auf leckere Goodies wie ROMs freuen, die auf den Gingerbread-Quellen basieren. Ein Highlight wird sicherlich die CyanogenMod sein, die innerhalb weniger Wochen nach unserem Dafürhalten auf die neue Android-Basis wechseln und somit Gingerbread auch auf älteren Geräten zur Verfügung stellen wird.

Jean-Baptiste Queru aus dem Entwicklerteam von Android warnte jedoch am Freitagabend vor Schnellschüssen, da ernste Gefahr bestünde, ein Gerät bei Fehlern zu “bricken”, also softwareseitig irreparabel zu zerstören. Er selber habe zwei Nexus S gebrickt bekommen, sie seien nun “nicht mehr allzu nützlich”.

Einer der größten Kritikpunkte an Androids Politik der Quellenveröffentlichung ist, dass es nicht so offen ist, als dass die Quellen für neue Versionen jederzeit offenliegen und somit Hobby-Entwickler eigene Patches einpflegen oder eigene Nightly Builds kompilieren köntnen, wie es etwa bei Mozilla der Fall ist. Dem zum Trotze ist Android offener als so manches andere System und lässt Modifikationen wie die CyanogenMod zu, die auf dem offiziellen Quellcode basiert, aber um viele Optimierungen und Features erweitert sowie die Closed Source-Google Apps optionalisiert. In dem Sinne: Viel Spaß mit dem Gingerbread-Quellcode.

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