Strom sparen mit Android 2.3: Die dunkle Seite von Gingerbread

Amir Tamannai
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Vorgestern durften wir die ersten Bilder des nächsten Updates des Android-Mobil-OS bestaunen, nun wird es Zeit, erste Analysen zu Gingerbread und seinen Designänderungen anzustellen. So hat die insgesamt dunklere Optik der Oberfläche von Android 2.3 nicht nur stilistische Gründe, sondern hilft ganz konkret beim Energiesparen.

Strom sparen mit Android 2.3: Die dunkle Seite von Gingerbread

“Luke, come over to the dark side …” — was Vader da seinem Sohn vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie anbot, war möglicherweise gar nicht so böse gemeint, wie bislang angenommen. Vielleicht wollte der Sith-Lord nur dabei helfen, die Akku-Laufzeit von Lukes Android-Smartphone (nein, damit ist nicht R2-D2 gemeint …) zu verbessern.

Wer einmal die Batterie-Historie seines Android-Smartphones genau betrachtet hat, der weiß, dass das Display mit einer der größten Stromfresser des Gerätes ist. Und: Je heller, sprich weißer jedes Pixel leuchten muss, desto höher der Energiebedarf. Umgekehrt verbrauchen dunkle, schwarze Pixel so gut wie keine Energie, da sie gar nicht oder kaum leuchten.

Damit ist also klar, dass optische Änderungen, wie die schwarze Taskleiste, die schwarzen Tasten auf der Wähltastatur oder auch die schwarzen Menüs im Stock-Browser in erster Linie auch der Drosselung des Energiebedarfs dienen sollen. Eine nicht unwichtige Maßnahme: Gerade wenn zukünftig mehr und mehr Android-Geräte mit immer größeren AMOLED und Super-AMOLED-Displays auf den Markt kommen, muss das Android-OS natürlich alles dafür tun, dass diese Geräte auch länger als nur ein paar Stunden laufen.

Auch wenn eine veränderte Optik in Sachen Stromsparen zunächst eher unwichtig erscheinen mag — Kleinvieh macht eben auch Mist. Und wenn demnächst Millionen von Handys mit Gingerbread und der damit verbundenen dunkleren Optik laufen, können durchaus ein paar Tausend Kilowattstunden am Tag eingespart werden.

Übrigens haben diesen Trend auch App-Hersteller erkannt, weshalb einige Apps auch einen “Weiß-auf-Schwarz”-Anzeigemodus anbieten. Beispiele sind Reddit is fun oder AppBraun. Wir finden das eine absolut unterstützenswerte Entwicklung und hoffen, dass andere Entwickler dem Beispiel folgen, vor allem bei Apps, die lange am Stück geöffnet sind (RSS-Reader, News-Apps, eBook-Reader, Spiele etc.).

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