Android Market: Verschiedene APK-Files pro App möglich

Frank Ritter
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Android-Entwickler liegen Google bereits seit gefühlten Äonen in den Ohren, man möge doch endlich einmal zulassen, für ein und dieselbe App unterschiedliche APKs, je nach Gerät, ausliefern zu können. Diese Bitte hat Google nun in die Tat umgesetzt. Ein Eintrag bei den Android Developers klärt auf, was das bedeutet.

Android Market: Verschiedene APK-Files pro App möglich

Konkret bedeutet die gestern angekündigte Neuigkeit in der Developer-Konsole, dass App-Entwickler Zielgeräte für ihre App in Gruppen aufteilen können, an die verschiedene Versionen einer App im APK-Format ausgeliefern werden können. Parade-Anwendungsbeispiel dieser Funktion dürfte seine, dass ein Entwickler unterschiedliche Versionen seiner App für Tablets und Smartphones programmiert und Nutzer beim Download entsprechend auch, je nach Gerät, eine andere Version erhalten. Natürlich sind auch andere Differenzierungen möglich, etwa die nach Bildschirmgröße, unterschiedlichen technischen Fähigkeiten, und so weiter. Wer die neue Möglichkeit gesplitteter APKs in Anspruch nehmen will, muss diverse Regeln in puncto Versionierung beachten. So müssen die APKs mit unterschiedlichen Versionsnummern ausgestattet sein, bei “Überlappungen” der APKs für ein bestimmtes Gerät “gewinnt” die APK mit der höheren Versionsnummer.

Best Practice ist und bleibt allerdings — trotz der neuen Möglichkeit — laut den Android-Entwicklerrichtlinien, dass Apps verschiedener Konfigurationen in einer einzelnen APK geliefert werden. Die Vorteile einer Einzel-APK liegen im geringeren Aufwand beim Publizieren von App und App-Updates, in der einfacheren Pflegbarkeit der Codebase und darin, dass eine transferierte (oder per z.B. Titanium Backup wiederhergestellte) App immer optimal funktioniert.

Zu der neuen Möglichkeit, ihre APK-Dateien aufzusplitten, wird Entwicklern nur geraten, wenn eine einzelne APK größer als 50 MB werden würde. Das dürfte wohl beinahe ausschließlich bei Spielen der Fall sein. Unserer Meinung richtet sich diese Funktion auch primär an Spiele-Entwickler, die auf diese Weise etwa eine Version für Tegra-Devices und eine für alle anderen Android-Geräte anbieten könnten.

Alternativ existiert natürlich nach wie vor die Möglichkeit, verschiedene Spielversionen gleich als unterschiedliche Apps anzubieten. Dabei ist allerdings Ärger vorprogrammiert: Warum sollte man sich als Kunde ein Spiel erneut kaufen müssen, nur weil man neue Hardware besitzt?

Android Developers Blog: Multiple APK support in Android Market

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