Android Market-App: Alles anders, alles neu -- so kommt man an das Update

Frank Ritter
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Seit gestern Abend wird ein Update für den Android Market auf Smartphones ausgerollt, welches das Design nur 7 Monate nach dem letzten Redesign komplett umwirft — und einiges zum besseren ändert. In einer Startseiten-Ansicht, die ein wenig an die Tiles von Windows Phone 7 erinnert, werden nicht nur Apps, sondern auch Bücher und Spiele angeteasert. Wir zeigen die Neuigkeiten und erklären, wie man den neuen Market jetzt schon installieren kann.

Android Market-App: Alles anders, alles neu -- so kommt man an das Update

Android Market — Das ist neu

android market

In puncto Design scheint sich Google besonnen zu haben: Das absurd viel Platz fressende App-Caroussel ist nun passé, stattdessen erhalten wir eine schwarz unterlegte App, die einerseits an Windows Phone 7 erinnert, andererseits an die bereits auf Honeycomb-Tablets installierte Version des Markets. Das hie und da erkennbare Schraffurmuster orientiert sich an der Designvorlage, die der neue Web-Market und Google Music gesetzt haben.

Eine kleine Seltsamkeit am neuen Market ist, dass es unterschiedliche Startseiten zu geben scheint. Auf Daniels LG Optimus Speed erhält er die Startseite “Market”. Dort werden Shortcuts zu Büchern, Apps und Spielen aufgeführt. In den Vereinigten Staaten kann man über dieses Menü — auf nicht gerooteten Geräten — auch Filme downloaden. Beim Klick auf “Bücher” erhält er allerdings eine Fehlermeldung (siehe Bild).

market optimus speed

Auf meinem Samsung Galaxy S starte ich hingegen sofort in der “Apps”-Unterkategorie und kann auch nicht in das übergeordnete Menü wechseln. Wir sind uns noch unschlüssig, ob das an Gerätetyp, Provider oder etwas anderem liegt.

Zu gefallen weiß, dass horizontal zwischen verschiedenen Bildschirmen gewechselt werden kann. Auf den einzelnen Bildschirmen werden Apps unterschiedlich kategorisiert dargestellt. Die horizontalen Reiter werden eingeteilt in die Startseite mit Apps, die “Vorgestellt” werden, diese Ansicht ist dann auch die grafisch ansprechendste, sie erinnert deutlich an das Tiles-Konzept bei Windows Phone 7. Der Suche wird eine prominentere Position am oberen Ende jedes Bildschirms eingeräumt.

Über den “Vorgestellt”-Screen kommt man zum Beispiel auch in den Unterpunkt “Spiele”, der jetzt offensichtlich von Apps im allgemeinen losgelöst behandelt wird. Kein Wunder — sind doch Spiele die am häufigsten installierten und verwendeten Apps. Außerdem enthalten ist der Punkt “Unsere Auswahl”, unter dem offensichtlich eine Redaktion händisch Apps empfiehlt.

Ein Wisch nach links vom “Vorgestellt”-Screen und man kann einzelne App-Kategorien, wie etwa Effizienz-Tools, Fotografie, Lifestyle, Unterhaltung etc., anwählen. Wischt man vom Starbildschirm der App-Übersicht oder einer Unterkategorie nach rechts, erhält man App-Listen, die nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnet sind: “Top Kostenpflichtig”, “Neue kostenpflichtige Apps”, “Top Kostenlos Neu” und “Trends”. Diese Listen neigen allerdings zur inhaltlichen Überlappung und verwirren mich als Nutzer. Ein Beispiel: “Neue kostenpflichtige Apps” zeigt nicht alle neuen Paid Apps an, sondern trotdem nur eine eingeschränkte Auswahl. Hier sollte Google nachbessern und Komplexität abbauen. Sinnvoller wäre es meiner Meinung nach, nur Screens für “Neu” und “Top” zu haben und optionale Filtermöglichkeiten für Paid oder Free Apps einzubauen.

Vertikal ist in den Listenansichten unendliches Scrollen aktiviert. Soll heißen: Wenn man an das untere Ende des aktuell angezeigten Listings scrollt, werden automatisch weitere Apps nachgeladen. Das Scrolling läuft leider sowohl auf dem LG Optimus Speed als auch auf dem Samsung Galaxy S leicht ruckelig. Etwas schade ist auch, dass der Reiter “Meine Apps” nicht per Sliden erreicht werden kann. Hierfür muss man die Menütaste drücken und den entsprechenden Eintrag anwählen.

meine-apps

Sehr gelungen ist hingegen die neue Ansicht für einzelne Apps: Screenshots kann man nun horizontal durchscrollen. Bei bereits installierten Apps werden statt der Programmbeschreibung die Änderungen gegenüber der letzten Version weiter oben eingeblendet.

market app beschreibung

Detail am Rande: Der viel kritisierte Vodafone-Channel ist auch im neuen Market-Update enthalten, aber weit weniger aufdringlich: Lediglich ein “Tile” auf dem Startscreen für Vodafone-Apps sind verschmerzbar und können sogar als Pluspunkt angesehen werden.

Fazit: Der neue Market macht etwas her und vieles richtig. Kleine Kinderkrankheiten wie ruckeliges Scrolling und die etwas undurchsichtige Struktur kann Google noch ausbessern, ansonsten haben wir es mit einem rundheraus empfehlenswerten Update zu tun. Für den nächsten Schritt wünschen wir uns ein paar soziale Funktionen im Market, also so etwas wie “Freunde empfehlen folgende Apps”.

Weitere Themen: Update, Android, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games

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