Android Market: Web-Version, In-App-Käufe, Remote-Installation von Apps

Frank Ritter
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Eine der Neuerungen, die auf dem Google Event heute Abend bekannt geworden sind, betrifft den Android Market. Nach Jahren hat Google es endlich geschafft eine vernünftige Web-Version mit funktionierender Suche und einem ansprechenden Portal zusammenzuzimmern. Außerdem gibt’s In-App-Käufe, Push-Installationen und keinen Facebook-Button.

Android Market: Web-Version, In-App-Käufe, Remote-Installation von Apps

Vielleicht sollte man in der Beschreibung der Funktionen des neuen Markets zunächst nennen, was er nicht hat: Mehr Bezahloptionen. Das ist schade, wie wir finden, denn nicht jeder hat eine Keditkarte oder Lust, diese per Checkout mit seinem Google-Konto zu verknüpfen. Außerdem kann sich derzeit noch nicht jeder in die Webversion einloggen. Das Android-Team sitzt laut einem Tweet aber an dem Problem und wird es sicher bald behoben haben.

android market

Davon abgesehen sieht der neue Market optisch ansprechend aus: Neben hoch aufgelösten Bildern, die die aktuellen Top-Apps in jeder Kategorie zeigen, sind insgesamt offenbar mehr Kategorien vorhanden. Ganz wie bei AppBrain ist es mit dem Webmarket nun möglich, Apps ferngesteuert zu installieren, sofern man eingeloggt ist und über den Market auch verschiedene Android-Geräte mit demselben Benutzerkonto zu verwalten. Als weitere Installations-Option steht ein QR-Code zur Verfügung. Offenbar hat man sich bei Google durchaus von AppBrain inspirieren lassen.

Eine weitere Market-Neuerung ist die Möglichkeit, dass Entwickler nun In-App-Käufe für Zusatzinhalte in ihre Apps integrieren können. Das war zwar bereits im Vorfeld bekannt, wurde beim Google-Event jedoch live anhand eines DLC-Songs für das Disney-Spiel Tap Tap Revenge demonstriert, das im Frühjahr für Android erscheinen soll. Die API wird in Kürze zur Verfügung gestellt. Neu ist auch, dass Entwickler unterschiedliche Preise für ihre Apps je nach Währung festlegen können. Wir befürchten allerdings, dass diese Maßnahme zukünftig zu einer Rechnung “$ = €” führen wird, ähnlich wie bei Steam. Ein kleines Manko, das uns beim ersten Durchstöbern des neuen Web-Markets auffiel ist die krude Vermischung von Deutsch und Englisch (“CATEGORY: Personalisierung”).

Ein Politikum ist sicherlich, dass zwar ein Tweet-, aber kein Facebook-Button auf den Einzel-App-Seiten vorhanden ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Dass Facebook und Google sich in letzter Zeit spinnefeind waren, ist ja bekannt.Irritierend allerdings, dass es auch keinen Google Buzz-Button gibt.

Könnt ihr euch in den schon einloggen? Wie findet ihr den Web-Market? Hat AppBrain noch eine Existenzberechtigung? Meinungen und erste Eindrücke bitte in die Kommentare.

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