Mobil-App-Boom hält auch 2011 an

Florian Matthey
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Mobil-Apps können auch im Jahr 2011 für viele Entwickler eine Goldgrube werden. Gartner zufolge werden Smartphone- und Tablet-Benutzer dieses Jahr 17,7 Milliarden Apps herunterladen – 117 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Umsätze sehen die Marktforscher sogar um 190 Prozent auf 15,1 Milliarden US-Dollar steigen.

Bis Ende 2014 werden Smartphone-Benutzer insgesamt 185 Milliarden Apps heruntergeladen haben – ausgehend vom Start des Apple-App Stores im Juli 2008. Gartners Chef-Marktforscherin Stephanie Baghdassarian ist sich sicher, dass es bei dem Mobil-App-Boom um keine Eintagsfliege handelt: Auch in Zukunft werden mobile App Stores eine große Chance darstellen. Auch in Zukunft sollen die mit Abstand meisten Apps aber kostenlose sein: Gartner rechnet mit 81 Prozent im Jahr 2011. Allerdings nehme der Anteil seit 2008 stetig ab – so lassen sich die hohen Umsatzsteigerungen erklären.

An diesem Geschäft möchte Google stärker teilhaben. Zwar nimmt die Zahl der Android-Smartphones stetig zu, der Anteil kostenpflichtiger Apps lässt aber noch zu wünschen übrig. Googles Android-Plattform-Manager Eric Chu erklärte, dass das Unternehmen mit der Entwicklung nicht glücklich sei – und präsentierte auf der “Inside Social Apps”-Konferenz in San Francisco, wie Google mehr App-Umsätze generieren möchte. Zum einen soll es wie bei iOS Apps In-App-Einkäufe geben, auch sollen Kunden Downloads in Zukunft über ihre Mobilfunkrechnung bezahlen können. Google möchte außerdem die soziale Komponente stärken, Apps im Android Market einfacher zugänglich machen und Entwicklern mit einer stärkeren Unterstützung von HTML5 die Programmierung erleichtern.

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