Neue Google Play Richtlinien für Entwickler sind gut für uns alle

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Auch wenn die Überschrift sich liest, als sei dies nur an Entwickler adressiert, geht es bei den aktualisierten Richtlinien des Google Play Stores vor allem auch darum, den Nutzern von Apps durch verbesserte Auflagen entgegen zu kommen. Klingt doch spitze.

Neue Google Play Richtlinien für Entwickler sind gut für uns alle

Wer sich schon einmal durch den Google Play Store hat „treiben“ lassen wird schnell gemerkt haben, dass der Inhalt dort mittlerweile manchmal fast so unübersichtlich und vollgepackt ist, wie auf YouTube. Derzeit sind mehr als 600.000 Apps im Play Store zu finden, die insgesamt über 20 Milliarden Mal heruntergeladen wurden. Dabei die „richtige“ zu finden ist manchmal gar nicht so einfach. Und leider sind auch immer wieder solche dabei, die nicht ganz so gut sind und beispielsweise vor allem dazu dienen, den Kunden persönliche Informationen zu entlocken.

Mit den neuen Richtlinien soll dem nun entgegen gewirkt werde und so erscheinen die neuen Regeln vor allem für die Nutzer der Apps als vorteilhaft und sollen für deren besserer Erfahrung mit dem Play Store und den angebotenen Apps sorgen.

Im Großen und Ganzen geht es bei den Hauptveränderungen um Folgendes:

  • Der Nutzen von irritierend ähnlichen Namen oder Icons bestehender System-Apps wird beschränkt, damit Nutzer nicht verwirrt werden
  • Es werden mehr Details zu den Arten gefährlicher Produkte geliefert, die nicht in Google Play erlaubt sind. Zum Beispiel sind Apps, die persönliche Informationen ohne Autorisierung  offenlegen, verboten
  • Es gibt nun eine neue Sektion, die sich auf das Werbeverhalten in Apps bezieht
  • Es werden mehr Beispiele angeführt, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen

Während die ersten drei Richtlinien relativ klar sind, ist es vor allem der letzte aufgeführte Punkt, der für uns Nutzer von großem Interesse sein dürfte. Denn mit der Kennzeichnung von dem, was eigentlich alles als Spam gilt, werden es einige Apps mit ihrer derzeitigen Art der Beschreibung und Platzierung im Play Store zukünftig wesentlich schwerer haben. Hier eine freie Übersetzung dieser neuen Regeln:

Spam und  Platzierung im Store

Entwickler sind wichtige Partner, um für eine großartige Nutzererfahrung auf Google Play zu sorgen

  • Postet keinen sich wiederhohlenden Inhalt
  • Die Produktbeschreibungen sollten nicht irreführend oder mit Stichworten überfüllt sein, um damit die Platzierung oder Relevanz in den Suchergebnissen des Play Store zu manipulieren
  • Entwickler sollten außerdem auch nicht versuchen, die Platzierung jeglicher Produkte im Store zu verändern, in dem Apps  mehrfach bewertet werden oder indem Nutzer Belohnungen für bessere oder schlechtere Bewertungen angeboten werden
  • App, die mittels eines automatischen Tools oder eines Wizard Services kreiert wurden, dürfen nicht vom Betreiber dieses Services im Namen anderer Personen bei Google Play eingereicht werden.
  • Postet keine Apps, deren primäre Funktionen
    • Partner-Traffic auf eine Webseite ziehen  oder
    • eine Webansicht einer Webseite ist, die Ihr nicht besitzt oder die nicht von Euch administriert wird (außer, Ihr habt die Erlaubnis der Besitzer/Administratoren dieser Webseite)
  • Versendet keine SMS, E-Mail oder andere Nachrichten im Namen des Nutzers, ohne dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, deren Inhalt und Rezipienten zu bestätigen.

Bei der Fülle an Apps, die tagtäglich neu im Play Store landen, ist dies ein wirklich guter und vor allem notwendiger Schritt, um den Nutzern entgegenzukommen. Natürlich ist dabei auch wichtig, dass sich an diese neue Richtlinien gehalten wird. Sollte  aber dagegen verstoßen werden, ist es für Google nun leichter, solche Entwickler aus dem Play Store zu entfernen. Und das ist gut für uns alle, die im Besitz eines Android-Gerätes sind und Apps nutzen.
Was haltet Ihr von diesen neuen Richtlinien? Glaubt Ihr, dass das für insgesamt besseren Inhalt sorgt? Die vollständigen Richtlinien findet Ihr außerdem hier.

 

Quelle: Google Play via Android Central

 

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