Android 4.3 bringt TRIM für alle Nexus-Geräte

Den Begriff TRIM kennt vielleicht der Eine oder Andere von Euch aus der PC-Welt: Ab Windows 7 unterstütz Microsoft diesen Befehl auch bei seinem Desktop-Betriebssystem. Er ist dafür verantwortlich, einer Festplatte zu “sagen”, wann bestimmte Datencluster nicht mehr benutzt werden, um die Festplatte zu beschleunigen, was vor allem bei SSDs und Flashspeicher sehr relevant ist.

Android 4.3 bringt TRIM für alle Nexus-Geräte

Beim alten Nexus 7 gab es ja immer wieder die Beschwerde, dass sich das Gerät nach einiger Zeit nicht mehr wirklich flüssig anfühlt. Es war einfach nicht mehr so performant. Vielleicht kennt Ihr das ja auch von Eurem Smartphone. Wenn man es dann zurückgesetzt, läuft es wieder schneller, was aber leider auch nicht sehr lange anhält. Wie sich jetzt herausstellt, war Google sich dieses Problems durchaus bewusst und hat daran gearbeitett, es aus der Welt zu räumen, zumindest (vorerst) für alle Nexus-Geräte mit Android 4.3.

Wie funktioniert TRIM?

Der TRIM-Befehl teilt einem Festplatten-Controller mit, welche Abschnitte nicht mehr benutzt werden (weil zum Beispiel eine Datei gelöscht wurde). Das ist aus zweierlei Gründen sehr wichtig: Erstens bleibt die Performance des Flashspeichers/der SSD auf einem hohen Niveau, man hat also länger das Gefühl, dass das System “frisch” ist. Zum Zweiten wird dadurch die Lebenserwartung des Speichers erhöht.

Das liegt daran, dass ein Festplatten-Controller zunächst einmal nicht weiß, welche Daten schon vom OS gelöscht wurden und welche nicht. Wenn also eine Datei gelöscht wurde, wird sie vom Controller weiterhin behandelt, als wäre sie vorhanden, was im Endeffekt dazu führt, dass der Speicher langsamer wird, da die Map, die der Kontroller von den Dateien erstellt, immer komplexer wird.

Kein Akkufresser

Android führt diesen Befehl aber nicht einfach dann aus, wenn es gerade Lust dazu hat. Es wartet vielmehr darauf, dass einige Bedingungen erfüllt sind: Das Gerät wurde seit einer Stunde nicht mehr bedient und hat noch 80 Prozent Akku oder 30 Prozent Akku mit angestecktem Ladegerät.

Inwiefern wir TRIM auch auf anderen Android-Geräten sehen werden, wird wohl nur die Zukunft zeigen. Google hat hier auf jeden Fall einen ersten, wichtigen Schritt gemacht. Da der Speicher aber einen richtigen Controller haben muss (der den TRIM-Befehl auch versteht), kann es durchaus einige Zeit dauern, bis wir diese Verbesserung auch bei HTC und Samsung sehen werden.

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Weitere Themen: Nexus 7 (2013), Microsoft

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