Android schützen: Regeln 6 bis 12 und Fazit

Regel #6: Installiere keine App, ohne vorher die Reviews der Nutzer zu lesen und überprüfe immer, welche Berechtigungen eine App besitzt

Die eingeforderten Berechtigungen einer App sollten immer ihrem Anforderungsbereich entsprechen. Wenn Apps SMS versenden oder Telefonanrufe tätigen wollen, ohne dass dies zur Funktion beiträgt (z.B.: Spiele), dann sollten die Alarmglocken schrillen. Hier kann es eventuell zu hohen Kosten kommen.

Ein kleiner Teil der Android-Malware wird auch über den Play Store vertrieben. Diese überlebt dort zwar nicht lange, aber eventuell lange genug, um Schaden anzurichten. Besonders gerade erschienene verdächtige Apps sollten mit Vorsicht genossen und nicht ohne die Lektüre von Nutzerreviews installiert werden.

Regel #8 – Niemals unbedarft verdächtige Links anklicken

Eine Grundregel, die jeder Computerbenutzer kennen sollte: Klicke niemals auf unbekannte und verdächtige Links. Diese können auf Seiten mit Malware oder Scam-Seiten lenken, die versuchen, Daten zu erbeuten.

Auf dem PC nutze ich zum Schutz vor solchen Angriffen das Browser-Plugin WOT, das ich jedem ans Herz legen kann, um Seiten und Links auf Vertrauenswürdigkeit zu untersuchen. Für den Firefox-Browser unter Android existiert die Erweiterung auch.

Regel #9: Installiere eine Anti-Viren-App

Man kann von der Malware-Thematik unter Android halten, was man will. Die Security-App-Hersteller propagieren die ständige steigende Bedrohung für Android-Geräte, während die meisten User davon nichts mitbekommen.

Fakt ist aber: Es gibt Android-Malware. Und um sich gegen die vorhandenen Bedrohungen bestmöglich zu schützen, macht eine App wie Lookout oder Avast! Mobile Security Sinn. Vorbeugen ist besser als Schadensbegrenzung.

Regel #10: Nur Rooten, wenn es nötig ist

Das Rooten von Android-Geräten ist mittlerweile nicht mehr nur etwas für Android-Profis. One-Click-Tools und zahlreiche interessante Root-Apps erleichtern die Entscheidung zum Rooten ungemein.

Root-Zugriff bringt zahlreiche Vorteile, umgeht aber auch das Android-native Rechtesystem. Normale Apps besitzen keine Rechte, um das System zu manipulieren, während eine App, der einmal Root-Zugriff gegeben wurde, vom User nicht mehr kontrollierbar ist. Eine solche App kann ohne Probleme und Nutzerwissen das Android-Betriebssystem zerstören oder private Daten in das Internet übertragen.

Wer den Root-Zugriff nicht regelmäßig benötigt, sollte also auf das Rooten verzichten oder zumindest sehr genau hinschauen, an welche Apps er Superuser-Rechte vergibt. Dabei sollten generell aus Sicherheitsgründen nur Apps aus dem Play Store mit guten Userbewertungen installiert werden.

Regel #11 – Verschlüssele den Speicher

Ich muss zugeben, ich kenne niemanden, der sein Android-Gerät verschlüsselt hat. Das System bietet diese Sicherheitsoption jedoch seit der Version 3 und ermöglicht es so, alle Daten auf dem Gerät mit einem PIN oder Passwort zu schützen, das beim Systemstart eingegeben werden muss.

Befinden sich wichtige Daten auf dem Gerät, so ist die Verschlüsselung absolut empfohlen.

Regel #12 – Benutze in unsicheren WLAN-Netzen einen VPN oder übertrage keine wichtigen Dateien

Android ist ein mächtiges Betriebssystem. Es ist so mächtig, dass es zahlreiche Apps gibt, die diese Macht ausnutzen, um private Daten von Nutzern im selben WLAN-Netzwerk auszuspähen.

Das ist einfacher, als man denkt. So gab/gibt es eine Apps, die lediglich installiert werden müssen, um WhatsApp-Nachrichten anderer Personen im selben WLAN-Netzwerk mitzuschneiden oder die Cookies von Facebook-Sessions auszulesen und so den Account zu kapern.

Es gibt sogar Apps, die allen anderen Nutzern im Netzwerk vorgaukeln, bei dem eigenen Smartphone handelt es sich um den Router. Das führt nicht nur dazu, dass der übertragene Inhalt mitgeschnitten werden kann, es ist auch möglich, diesen zu manipulieren oder Nutzer komplett aus dem Netzwerk auszuschließen.

In öffentlichen WLAN-Netzen sollte immer eine gewisse Vorsicht mit den übertragenen Daten geboten sein. Arbeitet man oft in solchen Netzen, sollte die Nutzung eines Virtual Private Network (VPN) in Erwägung gezogen werden, um die Verbindung abzusichern.

Fazit

Diese 12 Regeln sind verschiedene Möglichkeiten und Optionen, um die Daten auf dem eigenen Smartphone möglichst sicher vor fremdem Zugriff zu halten. Wie bereits anfangs erwähnt, sind sie alle nicht perfekt und keine kann einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Gerät ersetzen. Jeder Nutzer muss selbst entscheiden, wie er mit seinen Daten umgeht und am Ende die Konsequenzen dafür tragen.

Quellen: ComputerWorld, Smartdroid, GetSafeOnlinePlay Store, AndroidAuthority

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