Ein Androide reist um die Welt

Andreas Voetz
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Neu ist die Idee nicht, das gibt Jens Lehmann auf seinem Freizeichen Blog auch unumwunden zu, nur ist bis heute scheinbar noch nie ein kleiner Androide auf Weltreise geschickt worden. Mit seinem Projekt möchte er diese Lücke jetzt schließen und sucht Freiwillige, die den kleinen Andy für kurze Zeit bei sich aufnehmen und dann weiter schicken.

Ein Androide reist um die Welt

Wann diese Aktionen begonnen haben ist umstritten, zumindest war es in den meisten Fällen unfreiwillig und ohne Wissen ihrer Besitzer. Der erste Fall, der allerdings nicht mit Bildern dokumentiert ist, ist wahrscheinlich in Sydney, Australien aufgetreten, als eine Frau statt ihres geliebten Gartenzwerges nur die folgende Nachricht vorfand:

„Liebe Mami, ich habe es nicht mehr ausgehalten, ich bin abgehauen um die Welt zu sehen. Sei mir nicht bös', ich bin bald zurück. In Liebe Bilbo“.

Als auch noch in dem Film Die fabelhafte Welt der Amélie (2001), eine Stewardess einen Gartenzwerg mit um die Welt nimmt, ist der Hype nicht mehr aufzuhalten.

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Eine Idee erobert die Welt

Seitdem begeben sich immer wieder Gartenzwerge, Hasen und Gummienten auf Reisen und lassen durch Postkarten, Fotos oder Facebookseiten von sich hören. Es ist erstaunlich, wie weit diese dabei herumkommen. Vom Nord- bis zum Südpol, von der Pazifikküste bis zur Chinesischen Mauer ist alles dabei. Inzwischen gibt es in mehreren Ländern Reisebüros, die es den Besitzern von Plüschtieren ermöglichen, ihren Liebling selbst auf Reisen zu schicken. Ganz billig ist der Spaß mit bis zu 150 Euro allerdings nicht, jedoch erhält man neben seinem Liebling auch Beweise in Form von Tagebüchern und Fotos zurück und hat seiner Verwandtschaft etwas zu erzählen.

Ein Androide geht auf Reisen

Jens Lehmann hat sein Projekt unentgeltlich ins Leben gerufen. Der kleine Andy wird nach und nach zu den Teilnehmern geschickt, die sich auf seinem Blog in eine Liste eintragen können. Bis jetzt sind es fast 60 161 Stationen. Hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch nach Griechenland und Thailand wird er reisen.

Die Bedingungen sind einfach: Nachdem man sich eingetragen und den Andy erhalten hat, macht man ein Beweisfoto und bekommt von Jens die nächste Adresse, wo man ihn hinschickt. Da es ein privates Projekt ist, können die Portokosten natürlich nicht übernommen werden, aber bei einem Päckchen von 120 Gramm handelt es sich lediglich um ein paar Euros, die es mir persönlich wert sind, um bei solch einer Aktion dabei zu sein.

Wir würden uns freuen, wenn besonders viele dabei mitmachen, selbstverständlich auch aus dem Ausland, damit Andy schön weit herumkommt. Ein besonderes Motiv ist übrigens nicht gefordert, doch wäre es für alle sicherlich interessant zu sehen, wie bei Euch die besonderen Sehenswürdigkeiten aussehen. Gerne dürft Ihr auch ein Motto wählen, falls ihr mit dieser Aktion auf etwas besonderes aufmerksam machen wollt. Seid einfach kreativ, denn darauf kommt es an. Verfolgen könnt ihr das Ganze hier auf GIGA.de oder auf der extra angelegten Google+ Seite.

Heute Mittag hatte ich auf Google+ bereits den Link geteilt und die Aufmerksamkeit, die dieses Projekt erhalten hat, hat nicht nur mich überrascht. Inzwischen hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt. Man darf also davon ausgehen, dass dies ein Mehrmonatiges Projekt wird.

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