Hacker erbeutet mit Fake-Apps 500.000 Euro aus Liebe zu Computern

Immer wieder hört man von Sicherheitslücken in Android, mit denen die Urheber von gefälschten Apps, Viren & Co. sich bereichern. Dass das in der Praxis auch tatsächlich passiert und (fast) funktioniert, zeigt der Fall eines französischen Hackers, der mittels schädlicher Apps knapp 500.000 Euro erbeuteten konnte.

Hacker erbeutet mit Fake-Apps 500.000 Euro aus Liebe zu Computern

 

Es hätte so schön sein können, wäre der 20-jährige Hacker nicht erwischt worden. 500.000 Euro, damit kann man eine Menge machen. Schade nur, dass er sich das Geld mittels eigenen programmierten schädlichen Apps besorgt hat.

Die schädlichen Programme

Der 20-jährige Mann, der in Frankreich verhaftet wurde, arbeitet vom Elternhaus in Nordfrankreich aus und programmierte kostenlose Apps, die sich für originale Anwendungen ausgaben. Nach der Installation dieser Apps begannen diese allerdings, SMS an eine kostenpflichtige „Premium“-Nummer zu schicken, die der Hacker eingerichtet hatte.

Daneben gab es außerdem noch Apps, die dem Entwickler Nachrichten mit den Login-Daten und Passwörtern zu Spiel- und Glücksspiel-Webseiten, die die Opfer nutzten. Insgesamt kamen so mehr als 17.000 Leute zu Schaden.

Der Hacker hinter der ganze Sache hatte weder Informatik noch andere Computerwissenschaften studiert, sondern war laut den Strafverfolgern einfach nur „sehr schlau“ (offensichtlich). Die Motivation hinter seinem Verhalten war dabei aber nicht etwa Gier, wie er selbst mitteilte, sondern seine Liebe zu Computern und seiner Ambition, ein Software-Entwickler zu werden. Irgendwie ja niedlich, aber vielleicht hätte er sich da auch einen etwas legaleren Weg aussuchen sollen.

Quelle: BBC News

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