„Äußerst frustrierend“: Android-Chef kritisiert Update-Situation – und verspricht Besserung

Kaan Gürayer
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„Äußerst frustrierend“ – in ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich Hiroshi Lockheimer zur Update-Situation auf Android geäußert. Gleichzeitig versprach der Android-Chef Maßnahmen, um in Zukunft Softwareaktualisierungen schneller ausliefern zu können. 

„Äußerst frustrierend“: Android-Chef kritisiert Update-Situation – und verspricht Besserung

Vergangene Woche war es wieder soweit und Google hat, wie zu Beginn eines jeden neuen Monats, die aktuellen Zahlen zur Android-Versionsverteilung veröffentlicht. Das Bild war düster: Auf gerade einmal 0,4 Prozent aller registrierten Geräte lief Android 7.0 Nougat und damit die zu diesem Zeitpunkt aktuellste Android-Version (Version 7.1 wurde am gleichen Tag veröffentlicht).

Das Dilemma ist nicht neu, sondern begleitet das mobile Betriebssystem bereits seit den ersten Tagen. Im Gegensatz zum geschlossenen iOS, wo einzig und allein Apple über die Veröffentlichung von Softwareupdates entscheidet, rühren in der Android-Suppe viele Köche: Hersteller, Mobilfunkanbieter, Chipfabrikanten und viele weitere Parteien haben neben Google ein Wörtchen mitzureden und können den Rollout von Softwareupdates verlangsamen oder ganz unterbinden.

Über diesen strukturellen Nachteil der Android-Plattform ist sich auch Hiroshi Lockheimer im Klaren und stellt klar, dass man bei all den unterschiedlichen Herstellern und einer Gerätebasis von mehr als 1,4 Milliarden Smartphones und Tablets nicht erwarten könne, dass jedes Gerät umgehend ein Update erhält. Und dennoch: So lange, wie der Update-Prozess derzeit an Zeit in Anspruch nimmt, dürfe die Verteilung neuer Android-Versionen Lockheimer zufolge jedoch nicht dauern.

Die entsprechende Interviewpassage mit Hiroshi Lockheimer:

Android: Klingelton ändern - Anleitung

Überzeugungsarbeit und technische Änderungen

Im gleichen Atemzug deutete Lockheimer, der seit Oktober 2015 bei Google die Bereiche mobile Betriebssysteme, Chrome OS und Chromecast leitet, einige Maßnahmen an, um das Update-Problem in den Griff zu bekommen. Neben der weiteren Überzeugungsarbeit bei den eigenen Hardware-Partnern, wie wichtig schnelle Android-Updates doch seien, nannte Lockheimer auch einige technische Änderungen am OS. Ins Detail ging der Android-Chef zwar nicht, Lockheimer zufolge gehe es bei diesen Veränderungen aber darum, die Auslieferung von Softwareupdates zu erleichtern.

Ob damit wohl die sogenannten „Android Extensions“ gemeint sind, die vor Kurzem in der Gerüchteküche aufgetaucht sind und einen modularen Aufbau des Betriebssystems versprechen? Darüber lässt sich bislang nur spekulieren. Klar sein dürfte allerdings, dass es eine kurzfristige Lösung für das Update-Problem nicht gibt und wir die Früchte von Googles neuerlichen Anstrengungen wohl erst mittel- und langfristig zu Gesicht bekommen werden.

via derStandard

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