Standort

Die Rechtegruppe „Standort“ umfasst folgende Berechtigungen:

  • Ungefährer Standort (netzwerkbasiert)
  • Genauer Standort (GPS- und netzwerkbasiert)
  • Auf zusätzliche Standortanbieterbefehle zugreifen
  • GPS-Zugriff

Apps mit Zugriff auf den Standort können diesen entweder über die in der Nähe identifizierten WLANs und dessen Abgleich mit einer zentralen Datenbank bei Google sowie über die ebenfalls in einer Cloud-Datenbank gespeicherten Ortsdaten der mit dem Gerät verbundenen Mobilfunk-Basisstationen abrufen (ungenauer Standort), aber auch in Kombination mit den noch genaueren GPS-Standortdaten (genauer Standort) zurückgreifen. „Ungefährer Standort“ ist allerdings etwas untertrieben, denn auch dort lassen sich Nutzer in der Regel auf wenige Meter genau lokalisieren.

Den Zugriff auf Standortdaten benötigen Apps zur Weitergabe oder Veröffentlichung eures Standorts. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Navigationsanwendungen für Android wie beispielsweise Google Maps. Foto-Apps können die Berechtigung verwenden, um Bilder mit Geotags zu versehen, Dating-Apps suchen nach potentiellen Partnern in den Nähe. Die Standortberechtigung kann natürlich auch missbräuchlich genutzt werden, wie es Ende 2013 eine Taschenlampen-Anwendung tat, viele Apps brauchen die Standortdaten auch für an den Nutzerstandort angepasste Werbung.

Fazit: Wenn eine dubiose App diese Berechtigung einfordert, ist Vorsicht angebracht: Schlimmstenfalls können damit detaillierte Bewegungsprofile des Nutzers erstellt werden.

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SMS-Nachrichten

Zur Rechtegruppe „SMS-Nachrichten“ gehören folgende Berechtigungen:

  • SMS empfangen
  • SMS oder MMS lesen
  • MMS empfangen, zum Beispiel Bilder oder Videos
  • SMS oder MMS bearbeiten
  • SMS senden, hierfür können Gebühren anfallen
  • WAP-Nachrichten empfangen

Nutzt eine App die Rechtegruppe „SMS-Nachrichten“, warnt Android zwar davor, dass theoretisch kostenpflichtige SMS und MMS versendet werden könnten. Messaging-Apps wie beispielsweise WhatsApp nutzen die Berechtigung, um die Handynummer schnell und einfach zu bestätigen. Weiter benötigen natürlich alternative SMS-Apps wie Disa, Hangouts, evolveSMS oder Hello SMS die Berechtigung, um SMS lesen, empfangen und versenden zu können – ein elementarer Bestandteil des jeweiligen App-Funktionsumfangs. Da Android einen Schutz vor SMS an Premium-Nummern besitzt, wird der Nutzer unabhängig von den Berechtigungen gewarnt, wenn eine App versucht, beispielsweise an die besonders teuren 0900-Nummern Textnachrichten zu versenden. Ein weiterer Einsatzzweck sind Backup-Apps, die Leseberechtigungen für SMS einfordern, um den Nachrichtenverlauf lokal oder in der Cloud zu sichern. Die Berechtigung, WAP-Nachrichten zu empfangen wird kaum mehr genutzt, ihr Zweck ist etwa, Mobilfunkdateneinstellungen per SMS zu übertragen.

Fazit: Die SMS-Berechtigung nicht für die App sinnvoll ist, solltet ihr sie deaktivieren.

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