Geräte-ID & Anruferinformationen, Sonstiges – Android-Rechte im Detail

facebook-sonstiges-app-berechtigungen-play-store

Kostenlose und reduzierte Apps und Spiele für Android zum langen Wochenende

Geräte-ID & Anruferinformationen

Zu der Berichtigungsgruppe „Geräte-ID & Anruferinformationen“ gehört lediglich das Recht „Telefonstatus und Identität lesen“. Während Spiele und Medienanwendungen diesen Zugriff benötigen, um Musik, Videos oder das Spielgeschehen beim Eingang eines Anrufs zu pausieren, kann die Berechtigung auch für werbliche oder gar dem Nutzer schadende Zwecke genutzt werden: Durch das Auslesen der Geräteinformationen können Nutzer auch geräteunabhängig identifiziert und so beispielsweise Anzeigen nur einmalig an den jeweiligen Nutzer ausgespielt oder das Verhalten des Nutzers besser verfolgt werden. Weiter kann durch die Berechtigungsgruppe „Geräte-ID & Anruferinformationen“ auch dafür genutzt werden, um den rechtmäßigen Besitz einer App zu prüfen, aber auch die IMEI ausgelesen und so das Gerät ferngeortet werden. Auch bei dieser Berechtigung sollte man sich also genau ansehen, wofür die jeweilige Anwendung den Zugriff auf die Geräte-ID sowie die Anruferinformationen benötigen könnte.

Fazit: Vorsicht, wenn es um die Geräte-ID beziehungsweise IMEI geht. Apps und deren Anbieter können mit dieser Information den Nutzer eindeutig identifizieren. Für bestimmte Zwecke mag das sinnvoll sein, aber nicht für alle.

Sonstiges

Unter die Berechtigungsgruppe „Sonstiges“ fallen relativ viele, meist unbedenkliche, Rechte. Ein Auszug aus den möglichen Berechtigungen:

  • Ruhezustand aktivieren
  • Ruhezustand deaktivieren
  • Google Play-Lizenzprüfung
  • Ändern der Anzeigeeinstellungen des Systems
  • Nahfeldkommunikation steuern
  • Über andere Anwendungen zeichnen
  • Speicherplatz der Anwendung aufrufen
  • Netzwerkkonnektivität ändern
  • Web-Lesezeichen und Verlauf schreiben
  • Wi-Fi verbinden und trennen
  • Google-Servicekonfiguration lesen
  • Verknüpfungen installieren
  • Konten erstellen und Passwörter einrichten
  • Vibration steuern
  • Netzwerkverbindungen ansehen
  • Kompletter Netzwerkzugriff
  • Systemeinstellungen ändern
  • Synchronisierungseinstellungen lesen
  • Verknüpfungen deinstallieren
  • Dauerhaften Broadcast senden
  • Koppeln mit Bluetooth-Geräten
  • Audio-Einstellungen ändern
  • Autostart
  • Synchronisation ein- und ausschalten
  • Konten auf dem Gerät verwenden
  • Blitz steuern
  • Wecker einstellen
  • Hintergrund gen
  • Statusleiste ein-/ausblenden
  • Andere Anwendungen schließen
  • Deaktivieren der Bildschirmsperre

Während die meisten App-Berechtigungen der Gruppierung „Sonstiges“ als ungefährlich einzustufen sind, sollte man sie sicherheitshalber nichtsdestotrotz einsehen, besonders dann, wenn man sich bei den eingeforderten Zugriffen einer Anwendung ohnehin unsicher ist. Heikel ist der Zugriff auf die Wi-Fi-Verbindung, da dies nicht nur wie angegeben das Trennen und Verbinden beinhaltet, sondern auch die Änderungen der Konfiguration der WLAN-Einstellungen an sich. Eine Vielzahl der Berechtigungen unter „Sonstiges“ sind im Zusammenhang des Funktionsumfangs einer App selbsterklärend. So kann der Facebook Messenger beispielsweise Inhalte über andere Anwendungen zeichnen – diesen Zugriff benötigt der Zuckerberg-Messenger um die Nachrichten-Blasen über anderen Apps und dem Bildschirminhalt anzeigen zu können. Diese Funktionalität könnte jedoch auch dafür genutzt werden, um unbemerkt Zugriff auf die Kamera zu erhalten. Im Regelfall sind die unter „Sonstiges“ gelisteten und eingeforderten Rechte jedoch vor allem bei bekannten Apps unbedenklich.

Android-Berechtigungen: Fazit

Das System der Android-Berechtigungen wurde zwar ab Android 6.0 deutlich nutzerfreundlicher, ist aber weiterhin recht undurchsichtig. So fragt man sich oft zurecht, ob die App überhaupt seriös ist. Wir empfehlen, die App-Berechtigungen immer genau durchzulesen und eine Alternative zu suchen, wenn die App mehr verlangt, als sie benötigt.

Auch solltet ihr nach der App-Installation die App-Berechtigungen prüfen und gegebenenfalls blockieren.

Aber: Selbst dann, wenn eine App bestimmte Berechtigungen einfordert, deren Zweck nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, gibt es dafür machmal eine plausible Erklärung. Hier sind aber die App-Hersteller gefordert: Eine gut aufgeschlüsselte Übersicht, wie sie etwa Facebook für App und Messenger oder Uber auf den eigenen Websseiten besitzen und in der jeweils exakt erklärt wird, warum welche Berechtigung notwendig ist, schafft Vertrauen bei sicherheitsbewussten Nutzern.

Abstimmung wird geladen
Bildquelle: Highwaystarz-Photography
Abstimmung: Was haltet ihr vom mobilen Bezahlen?
Was haltet ihr vom mobilen Bezahlen?

Geht es nach einigen Experten, soll das Bezahlen mit Bargeld schon bald ein Ende finden. Stattdessen soll z.B. das Smartphone als digitale Geldbörse an der Kasse bereitstehen. Was haltet ihr vom mobilen Bezahlen?

Weitere Themen: Google Play Store, Android 6.0 Marshmallow, Android 7.0 Nougat , Android Specials

Neue Artikel von GIGA ANDROID