Amazon will Preise im eigenen App Store festlegen

macnews.de

</a Amazon plant einen eigenen App Store für das Android-OS und will offenbar die Preise der dort verkauften Applikationen eigenmächtig festlegen. Damit würde den Entwicklern die Kontrolle über ihre Schöpfungen ein erhebliches Stück weit entzogen. Durch die flexible Preisstruktur könnte Amazon aber auch höhere Umsätze generieren.

Den Kollegen vom Businessinsider ist aufgefallen, dass ein Detail der Ankündigung Amazons zu Beginn des Monats wohl übersehen wurde. Die Preisgestaltung werde demnach folgendermaßen vorgenommen: Jeder Entwickler kann für seine App eine „unverbindliche Preisempfehlung“ angeben. Diese Empfehlung kann irgendwo zwischen „kostenlos“ und dem Preis liegen, für den die App anderswo verkauft wird, nicht aber höher.

Nun tritt Amazon in Aktion und legt eigenständig einen Preis irgendwo zwischen Null und dieser Empfehlung fest. Aus diesem Modell erhalten die Programmierer wie üblich 70 Prozent der Umsätze. Allerdings erhalten sie mindestens 20 Prozent ihrer Preisempfehlung, je nachdem welcher Betrag höher ist.

Diese Strategie könnte sich für Entwickler durchaus positiv auswirken. Variable Preise ziehen Kunden an und bedeuten am Ende potentiell höhere Einnahmen. Allerdings ist einerseits nicht sicher, dass Amazons Konzept auch tatsächlich in jedem Fall so gut funktioniert. Zudem bleibt der schale Nachgeschmack des Kontrollverlustes, den die App-Schmiede erleiden.

Insbesondere größere Unternehmen könnte dieser Aspekt abschrecken. Amazons App Store läuft also Gefahr, ein Tummelplatz der kleineren, aus der Garage heraus operierenden Entwickler zu werden.

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