App Store: Apple lehnt App mit Drohnen-Meldungen ab

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Welche Apps im App Store zulässig sind und welche nicht – das lässt sich nicht immer vorhersagen. Für Aufsehen sorgt in diesen Tagen der Fall die mehrfache Ablehnung der App “Drone+”, die den Benutzer über jeden Angriff einer Drohne des US-Militärs und dessen Auswirkungen informiert.

App Store: Apple lehnt App mit Drohnen-Meldungen ab

Wired berichtet, wie der Entwickler Josh Begley mehrfach versuchte, die App in den App Store zu bekommen. Die Software greift auf die Daten des britischen Bureau of Investigative Journalism zu – die Non-Profit-Organisation informiert über viele Themen wie Menschenrechte, Offene Gesellschaft, Unternehmenspraktiken und eben auch Drohnen-Angriffe des US-Militärs.

Sobald die Organisation einen Drohnen-Angriff meldet, informiert die App den Benutzer über eine Push-Benachrichtigung über den Angriff selbst, an welchem Ort er stattgefunden hat und ob und wie viele Menschen dabei ums Leben kamen. Auch kann sich der Benutzer eine Landkarte anzeigen lassen, auf der die Orte der Angriffe verzeichnet sind.

Nach dem ersten Versuch Begleys, die App im App Store zu veröffentlichen, teilte Apple ihm – mit einer Standard-Antwort – mit, dass die Features der App “nicht nützlich oder unterhaltsam genug” seien oder dass die potentielle Zielgruppe der App nicht groß genug sei. Begley verbesserte die App und reichte sie erneut ein. Apple teilte ihm dann mit, dass die Integration eines Firmenlogos – wohl das Google-Logo als Teil der Landkarte – nicht zulässig sei.

Nach einer weiteren Verbesserung kam dann die dritte Ablehnung mit einer neuen Begründung: Die App enthalte Inhalte, die viele Benutzer verwerflich finden würden, so dass die App gegen die App-Store-Regeln verstoße. Wohlgemerkt zeigt die App nicht etwa Bilder von Drohnenangriffen oder ähnliches, sie informiert den Benutzer nur über den Angriff selbst.

Begley fragt sich nun, was er noch tun könnte, um die App doch noch in den App Store zu bringen. Der Entwickler überlegt sich, die Software stattdessen einfach für Android zu entwickeln, um sie dann möglicherweise im Android Market veröffentlichen zu können.

Das Ziel des Entwicklers ist es nach eigenen Angaben, den Benutzern durch “nervende” Push-Benachrichtigungen vor Augen zu führen, wie oft US-Drohnen-Angriffe weltweit geschehen, um diesem Gesprächsthema zu etwas mehr Aufwind zu verhelfen. Ob Apple dieses Ziel nicht gefällt oder ob es andere Gründe für die Ablehnung gibt – darüber lässt sich nur spekulieren.

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