App Store: Preisanpassungen in der Schweiz und anderen Ländern - Volumen-Einkäufe für US-Unternehmen angekündigt

Florian Matthey
17

Die Wartungsarbeiten im App Store und Mac App Store ließen auf eine Veröffentlichung von OS X Lion in der Nacht zum heutigen Donnerstag hoffen. Nun sind die App Stores wieder da, das neue Betriebssystem fehlt aber immer noch. Stattdessen haben sich die Preise in vielen Stores außerhalb der USA und außerhalb der Euro-Zone verändert, auch hat Apple für amerikanische Unternehmen mögliche Volumen-Einkäufe angekündigt.

Noch kein Lion – aber Preissenkungen für Schweizer

Schon gestern um die Mittagszeit gab es Probleme beim Zugriff auf die App Stores, was selten vorkommt – und daher Erwartungen weckte, dass Apple etwas Neues veröffentlichen würde. Dass es sich dabei um OS X Lion handeln könnte erschien vor allem deshalb möglich, weil die Gerüchteküche den heutigen Donnerstag zuvor als möglichen Erscheinungstermin genannt hatte. Dass Lion nun nicht im Mac App Store zu finden ist, bedeutet natürlich nicht, dass es nicht dennoch im Laufe des Tages erscheint. Möglicherweise wollte Apple nur vor dessen Veröffentlichung die App-Store-Wechselkurse angepasst haben.

Genau das ist letzte Nacht passiert: Während aus 99 US-Cent weiterhin 79 Euro-Cent werden und sich in der Euro-Zone auch sonst in den Preisen nichts verändert hat, gibt es in anderen Stores teils deutliche Veränderungen. Die Briten müssen sich über geringfügige Erhöhungen ärgern: Die günstigsten Apps kosten dort statt 59 nun 69 Pence. Unsere Schweizer Leser dürfen sich derweil ebenso wie App-Store-Benutzer vieler anderen Nationen über eine geringfügige Preissenkung freuen: Die günstigsten Apps kosten nun statt 1,10 nur noch 1 Schweizer Franken. In einigen Ländern wie Japan – 85 statt 115 Yen – fiel die Preissenkung noch deutlicher aus. Angesichts der Entwicklungen der Devisenkurse in den letzten Monaten und Jahren war dieser Schritt wohl überfällig.

Apple kündigt Volumen-Einkäufe für App Store an

Ein Kritikpunkt an Apples Entscheidung, Software nur noch über seine Download-Portale zu verkaufen, sind die mangelnden Vertriebsmöglichkeiten für Unternehmen. Vor allem für größere Firmen ist es wenig praktikabel, wenn sich ihre Mitarbeiter ihre Apps alle einzeln im (Mac) App Store besorgen müssen; auch für die Buchführung ist diese Variante alles andere als sinnvoll.

Zumindest für amerikanische Kunden, deren Mitarbeiter iPhones und iPads einsetzen, hat Apple eine Lösung für dieses Problem angekündigt. Über eine eigene Websites werden Unternehmen in naher Zukunft Apps in großen Stückzahlen auf einmal kaufen können, wobei es keinen Unterschied mache, ob sie die Apps zunächst für zwei oder zehntausend Mitarbeiter kaufen. Die Angestellten können sich die Apps dann mit Hilfe eines Codes aus dem App Store für ihr iOS-Gerät besorgen, ohne die App einzeln kaufen zu müssen.

Ein weiteres Problem war bislang, dass iOS-Software-Entwickler ihre Apps kaum speziell für einzelne Kunden programmieren und im Anschluss auch nur diesen Kunden anbieten konnten. Immerhin ist der App Store die einzige Möglichkeit, Apps ohne vorherigen Jailbreak des iOS-Geräts zu vertreiben. Wer im Apps im App Store anbietet, bietet diese allerdings allen Store-Besuchern und nicht nur einzelnen ausgewählten Kunden an. Auch dafür möchte Apple mit dem Vertrieb als “Business to Business”-, kurz B2B-Apps eine Lösung anbieten. Über die neue Volumen-Einkaufs-Website werden Unternehmen auch solche Apps kaufen können, die ihre Partner speziell für sie entwickelt haben.

Wann das Angebot genau in den USA starten wird und ob es auch für Unternehmen in anderen Ländern erhältlich sein wird, verrät Apple noch nicht. Auch scheint sich das Angebot zunächst nur auf iOS-Apps zu beschränken. Doch auch für den Mac App Store gäbe es einen entsprechenden Bedarf: Zwar lassen sich Apps auf dem Mac auch weiterhin außerhalb des Mac App Stores erwerben. Bei Apples eigenen Apps ist das allerdings zunehmend nicht mehr der Fall. Mac-App-Store-Volumen-Einkäufe für Profi-Anwendungen wie Aperture oder Final Cut Pro lassen also weiter auf sich warten.

Weitere Themen: AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz