App-Store-Überprüfer ist kein Traumjob

Florian Matthey
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Apple ist ein sehr beliebter Arbeitgeber. Doch es gibt Tätigkeiten in dem Unternehmen, die nicht gerade beneidenswert sind. Zum Beispiel die des App-Store-Überprüfungsteams: Ein früherer Mitarbeiter berichtet, wie anstrengend dieser Job sein kann.

App-Store-Überprüfer ist kein Traumjob

Business Insider zitiert den früheren Apple-Ingenieur Mike Lee, der im “Worldwide Developers Relation Team” des Unternehmens arbeitete – und sich dort auch um die Überprüfung der Apps kümmern musste. Lee räumt mit dem Bild auf, dass Apple 100 Inder damit beschäftigt, sich den ganzen Tag Apps anzusehen: In Wirklichkeit befänden sich die Verantwortlichen bei Apple in den USA, und es handle sich um kompetente Mitarbeiter. Apple wolle die Ansprüche in diesem Bereich nicht senken.

Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sei für Apple wie in vielen anderen Bereichen auch bezüglich dieses Teams schwierig. Wie viele Mitarbeiter sich mit der Aufgabe im Einzelnen beschäftigen, verrät Lee nicht. Nur so viel: “Ich verspreche, dass es deutlich weniger sind, als man sich vorstellt.”

Die Mitarbeiter müssten so viele Apps überprüfen, unter denen sich so viel “Müll” befinde, dass es durchaus mal vorkomme, dass auch “gute” Apps versehentlich durchs Rost fallen. Bei den “Müll-Apps” handele es sich nicht nur um alberne Furz-Apps oder ähnliches: Die Mitglieder des Teams müssten sich auch mit einer bemerkenswert hohen Zahl an Apps herumschlagen, in denen sich Bilder männlicher Geschlechtsteile befinden.

Dass Apple bei Apps mit auch nur annähernd pornografischen Inhalten besonders empfindlich sei, liege also nicht nur an Steve Jobs‘ strengen Moralvorstellungen: Die Zahl der Penis-Bilder sei so hoch, dass die Mitarbeiter einfach alles herausfiltern müssten, was auf den ersten Blick männliche Genitalien sein könnten – auch, wenn es letztendlich nur das Bild einer Gurke war.

Ansonsten müsste sich das Team immer wieder zusammen setzen um zu beraten, was auf dem Bild letztendlich zu sehen sei. Das sei einfach zu viel Zeitverschwendung.

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