Apple bereitet Logic Pro X für den Mac App Store vor

Ralf Bindel
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Final Cut Pro X war der erste Schritt, jetzt kommt das X auch für die Digital Audio Workstation Logic Pro. Doch es soll kein Garageband Pro daraus werden. Apple löst offenbar auch das letzte professionelle Paket Logic Studio für den Verkauf im Mac App Store auf.

Zur ambitionierten und professionellen Musikproduktion ist Logic Pro seit Jahren das Standard-Programme aus dem Apple-Software-Portfolio. Zwar gibt es einfacher bedienbare Software, aber das gesamte Paket von Logic Studio* ist so vollgepackt mit nützlichen Werkzeugen, dass fast jeder Wunsch zu einem guten Preis erfüllt wird.

Seit zwei Jahren ist Logic Pro 9 als Teil des Logic Studio Pakets auf dem Markt. Das letzte Update auf Logic Pro 9.1 im Frühjahr 2010 brachte bereits die 64-Bit-Unterstützung. Seitdem passierte wie bei der Filmschnitt-Suite Final Cut Pro nichts mehr.

Vor kurzem erschien dann das lang erwartete Update für FCP in Form von Final Cut Pro X, erstmals auch für 64-Bit. Gleichzeitig löste das preislich von 1000 Euro auf 240 Euro gefallene Programm radikal professionelle Infrastruktur-Anbindungen auf und musste sich als iMovie Pro beschimpfen lassen, bevor Apple Feature-Erweiterungen und den Verkauf von Restbeständen von FCP 7 ankündigte.

Logic Pro X reduziert und integriert

Nun also Logic Pro X. Noch ist nicht klar, ob es wirklich kommt. Herausgefunden haben will das die japanische Website Macotakara. Durch eine Quelle, die als Kunde mit einem Logic-Team-Mitglied gesprochen hat. Die Blogger berichten, dass Apple die neue Version fast fertiggestellt hat. Doch anders als bei iMovie Pro, pardon, FCPX, soll aus dem DAW-Standard kein Garageband Pro werden. Auch wenn es heißt, dass Apple eine größere Überraschung plane.

So soll Apple jetzt die Zusatzsoftware WaveBurner, die bisher nur im Gesamtpaket Logic Studio enthalten war, direkt in Logic Pro X integrieren. Ganz aus dem Studio-Paket fliegt wohl Soundtrack Pro 3. Die Soundtrack-Software war sowohl in Final Cut Studio und Logic Studio enthalten und stirbt den Apple-Tod.

MainStage dagegen soll als eigene Stand-alone-Anwendung neben Logic Pro X weiter existieren. Die Software ist gerade für Live-Performances sehr beliebt, weil sich mit ihr virtuelle Instrumente und Effekte dafür einfach abrufen lassen. Wahrscheinlich ist, dass Apple MainStage wie auch die früheren Final Cut-Studio-Komponenten Motion und Compressor für knapp 40 Euro im Mac App Store anbieten wird. Compressor ist auch Teil von Logic Studio.

Professionelle Pakete in Auflösung

Wie die neue Logic-Oberfläche genau aussehen wird, weiß niemand. Es heißt, dass Apple bei dem professionellen (und komplexen) Look-and-Feel von Logic Pro bleibt, um das professionelle Niveau zu unterstreichen – statt wie befürchtet auf ein einfacheres, Garageband-ähnliches Interface zu setzen.

Logic Studio* ist mit knapp 500 Euro das letzte professionelle Software-Paket, das sich noch anfassen und bei Händlern oder aus dem Apple Online-Store erwerben lässt.

Wann Apple es zugunsten einer fein verteilten Box-losen Distribution via Mac App Store auflöst, ist noch nicht klar. Dass es bald soweit sein wird, davon können wir ausgehen. Möglicherweise wird es dann später je nach Qualität von Logic Pro X auch wieder Restbestände im Apple-Abverkauf von Logic Pro Studio geben.

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