Apple, My Frame und die unverständliche App Store-Politik

Tizian Nemeth
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Dreimal hat es geklappt, beim viertenmal nicht: Mit der Diashow-Software My Frame hat Apple erneut eine Anwendung vor die Tür des App Stores gesetzt. Als Grund gibt der Hersteller aus Cupertino an, das Programm würde einen “eigenen Schreibtisch erzeugen”. Bemerkenswert an der Entscheidung ist, dass die App zuvor die Erlaubnis von Apple noch hatte.

Tatsächlich präsentiert die My Frame-App Bilder aus der Foto-Bibliothek in einer Slide-Show, optional kann man die Uhrzeit und Informationen zum Wetter inklusive 3 Tage-Vorschau einblenden lassen. Klanglich kann man die Diashow mit Titeln aus der iTunes-Bibliothek unterlegen. Auch an Geburtstage erinnert die App und über die integrierte Twitter-Anbindung bleibt der Anwender zudem immer auf dem Laufenden.

Offenbar waren all diese Funktionen für Apple zu viel. In einer E-Mail aus Cupertino, deren Absender als Steve Jobs angegeben ist, erklärt der Verfasser: “Wir erlauben keine Apps, die ihren eigenen Desktop erstellen. Entschuldigung.”

In einem Blog-Beitrag äußert sich ein Entwickler des australischen Herstellers Groundhog zur Apple-Entscheidung. Vor allem warum Apple erst so spät reagiert hat, versteht er nicht. Drei Mal hat Apple die Anwendung durchgewunken, jedes Mal, wenn die Entwickler eine neue Version veröffentlicht haben. Erst mit der letzten Version hat Apple augenscheinlich seine Meinung zu My Frame geändert.


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