Erfolgsgeschichten aus dem Mac App Store

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Seit seinem Start hat der Mac App Store bei vielen Programmierern für Jubelschreie gesorgt. Die Download-Zahlen schnellen in die Höhe und auch in den Umsatz-Grafiken ist der 6. Januar deutlich als Beginn eines steilen Wachstums erkennbar. Eine Hand voll Entwickler präsentiert nun die Ergebnisse der ersten Tage und Wochen.

Das Team rund um den Grafik-Editor Pixelmator konnte heute, 20 Tage nach der Eröffnung des Mac App Store die erste Million US-Dollar Umsatz (abzüglich Apples Anteil von 30 Prozent) verkünden. Man freue sich zudem über die vielen positiven Rückmeldungen der Anwender, die das Programm in den USA, Großbritannien und Deutschland mit 4,5 bis 5 Sternen bewerteten.

Auch die Indie-Spiele-Schmiede Broken Rules konnte mit ihrem Titel And Yet It Moves Erfolge verbuchen. Im ersten Monat nach seinem Erscheinen im April 2009 verkaufte sich das Spiel 219 Mal. Durch einige Preisnachlässe im Mac App Store schafften es die Entwickler, And Yet It Moves auf die Top-Listen der Spiele-Downloads. Dies brachte ihnen stolze 660 Abfragen an einem einzigen Tag. Lange muss man nicht rechnen um zu merken, dass der deutlich niedrigere Preis (1,99 Euro statt 7,99 Euro zu Beginn) sich in Relation zu der Anzahl neuer Nutzer durchaus rentiert.

Diese Lehre ziehen auch die Schöpfer der Ordnungs-Anwendung Compartments. Mit fast 4.000 Downloads in den ersten drei Tagen des Mac App Store konnte LittleFin seine Umsätze vervielfachen und zwar trotz einer erheblichen Rabattierung von 24,95 US-Dollar auf 9,95 US-Dollar. Es lohne sich, mit kleinen Preisen im Mac App Store zu starten, so LittleFin in seinem Blog. Auch wenn viele Entwickler zu Beginn etwas nervös werden, wenn sie die 10-US-Dollar-Grenze unterschreiten, erreichen sie dadurch oft deutlich höhere Umsätze.

Möglicherweise liegt das an der Gewohnheit der Anwender. Diese sind im iTunes App Store durchaus bereit, im Vorbeigehen für wenig Geld die eine oder andere Applikation zu kaufen. Bei zweistelligen Ausgaben machen sie sich offenbar verstärkt Gedanken und verzichten eher auf den Download. Außerdem, so LittleFin, müssen Entwickler sich auf vermehrte Fragen der Anwender vor dem Kauf einstellen. Wer sich bis zur Webseite eines Herstellers oder Entwicklers durchschlägt, scheint sich auch eigenständig über das Produkt zu informieren.

Im Mac App Store gebe es dagegen mehr “Laufkundschaft”, die deutlich weniger Zeit in die eigenständige Recherche investiere und sich dementsprechend mit vergleichsweise simplen Fragen an den Schöpfer der Anwendung wende. Außerdem führe ein populärer Titel auf Apples Verkaufsplattform zu mehr Zulauf auch der herkömmlichen Webpräsenz des Entwicklers. Bei Realmac weist man jedoch darauf hin, dass jeder Verkauf der eigenen Programme über die Webseite nicht für die Top-Listen im App Store zählt. Aufgrund der großen Zugkraft von hohen Plätzen in den Verkaufsranglisten sei es wünschenswert, so viele Downloads wie möglich über den Mac App Store abzuwickeln.

Das Anbieten von Programmen im Mac App Store lohnt sich wohl nicht für jeden. Allerdings lassen die Berichte verschiedener App-Schmieden erkennen, dass man mit der richtigen Strategie und ein wenig Mut zur kreativen Preisgestaltung durchaus für nicht unerhebliche Mehreinnahmen sorgen kann. Dazu muss selbstverständlich das Produkt hochwertig sein, denn auch die Bewertungen der Nutzer haben starken Einfluss auf die Verkaufszahlen einer Anwendung.

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