iA Writer: Ungestörtes Schreiben am Mac

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Kein Formatieren, eine Schriftart, eine Schriftgröße: Für einen Texteditor ist das auf den ersten Blick ein spärlicher Funktionsumfang. Doch genau das soll laut seiner Entwickler die Stärke von iA Writer sein. Wichtig sind Inhalte. Um die Optik des Geschriebenen kümmert sich die Software. Die Software macht den Anfang in unserer dreiteiligen Serie zu kreativen Texteditoren am Mac.

Grundgedanke und Funktionen

Die Idee hinter der Software: Der Anwender soll keine Gedanken an die Bedienung des Programms verschwenden. Und in der Tat haben die Entwickler dieses Ziel erreicht, schließlich gibt es in iA Writer keine Einstellungen. Beim Start der Software kann man nur Schreiben, so die Entwickler auf ihrer Website. Tippt man etwas ein, verschwinden alle Bedienelemente – lediglich ein weißes Rechteck bleibt zurück. Wer glaubt, dass iA Writer lediglich ein kostenpflichtiger TextEdit-Klon sei, liegt falsch.

Wählen kann der Anwender in iA Writer zwischen dem aus OS X Lion bekannten Vollbild-Modus und einem so genannten Fokus-Modus.

Ist der Fokus-Modus aktiviert, hebt er den Satz hervor, an dem man gerade arbeitet und platziert ihn in der Mitte des Fensters, ähnlich dem Prinzip einer Schreibmaschine. Manuelles Scrollen ist somit ebenfalls obsolet.

iA Writer informiert am unteren Rand des Programmfensters über Wort- und Zeichenanzahl. Ungewöhnliche Ansichten vertreten die Entwickler bezüglich der Seitenzahl. Diese seien für digitalen Text ohne Bedeutung. Angesichts fehlender Schriftgrößen und anderer Optionen zur Formatierung ist das durchaus nachvollziehbar. Um dennoch ein Gefühl für die Länge eines Textes zu ermitteln, gibt die Software Auskunft über die Lesezeit. Zudem unterstützt iA Writer in der aktuellen Version 1.2 die Lion-Funktion „Versions“.

Markdown: Optionen der Formatierung

Grundlegende Formatierungsmöglichkeiten unterstützt iA Writer dank der vereinfachten Auszeichnungssprache Markdown. Mithilfe weniger Sonderzeichen im Quelltext lassen sich so Elemente wie Überschriften in mehreren Ebenen, Kursiv-, Fett- sowie kursivem Fettdruck umsetzen. Sogar Hyperlinks und Bilder lassen sich so in Dokumente einbinden. Wikipedia erklärt die wichtigsten Syntax-Merkmale anschaulich in einer Gegenüberstellung von Quelltext und Ergebnis.

Grundprinzip und Funktionen der Software erläutert das Video in bildlicher Form.

iA Writer for Mac from Oliver Reichenstein on Vimeo.

Texte in iA Writer lassen sich beispielsweise in RTF- und HTML-Dokumente exportieren und können so in anderen Texteditoren angepasst werden. Weitere Fragen zu Formaten sowie zum Ex- und Import beantwortet der Hersteller auf seiner Website.

Fazit

iA Writer ist an Schlichtheit kaum zu übertreffen. Wer ungern Gedanken an das Aussehen eines Dokuments verschwendet und sich lieber auf Inhalte konzentriert, liegt mit iA Writer richtig. Schriftart und Schriftgröße werden zur Nebensache. Wichtig ist, dass man loslegt. Und das geht mit iA Writer sofort  und ohne Umschweife. Markdown scheint wie gemacht für Editoren wie diesen, denn Texte bleiben trotz Markdown-Formatierung gut lesbar. Im Unterschied zu komplexeren Texteditoren, kann man die Maus bei iA Writer auch mal links (oder rechts) liegen lassen.

Preis und Verfügbarkeit
iA Writer kostet im Mac App Store derzeit 6,99 Euro*. Eine Version für Apples iPad ist ebenfalls erhältlich und kostet im App Store 1,59 Euro*. In der aktuellen Version 1.2 haben die Entwickler unter anderem auch die Unterstützung für Apples iCloud hinzugefügt.

Vorschau
Im zweiten Teil der Serie widmen wir uns einer Software mit ähnlichem Prinzip, aber mit mehr Anpassungsmöglichkeiten.

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