iPhone-App an nur einem Wochenende erstellt

Marie van Renswoude-Giersch
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Ist es möglich, eine iPhone-App an nur einem Wochenende fertigzustellen? Drei deutsche Entwickler haben den Versuch gewagt. Sämtliche Schritte, vom Brainstorming über Programmierung und Testing bis zum Einreichen in den App Store, all das sollte innerhalb von 48 Stunden geschehen. Die Arbeiten an ihrer Anwendung iCashBox haben sie anhand von Zeitraffer-Videos und einem Ticker dokumentiert.

Unter dem Namen ShingooApps haben die freien Entwickler Roman, Karin und Micha eine App eingereicht, mit der sich Gemeinschaftskassen in WGs oder im Urlaub leichter verwalten lassen. Viel spannender als die Anwendung an sich ist jedoch ihre Erstellung. Diese soll nämlich an nur einem Wochenende, von Freitag Abend bis Sonntag Abend, stattgefunden haben.

Auf ihrer Website zeigen die Entwickler Zeitraffer-Videos, in denen sie die komplette Erstellung der App iCashBox, vom gemeinsamen Brainstorming bis zum Einreichen in den App Store festgehalten haben. Das Brainstorming wurde an einem selbstgebastelten Leuchttisch vorgenommen und von einem darüber befestigten iPhone mit der App iZeitraffer* aufgezeichnet.

Während der Umsetzung des Brainstormings haben sich die Entwickler zum einen selbst gefilmt und auch parallel dazu die Arbeiten am Bildschirm aufgenommen.

Die Evolution der App, also die einzelnen Schritte vom handgezeichneten Entwurf über den Blueprint-Prototyp bis zur finalen Oberfläche wurden nochmal an einzelnen Beispielen und Screenshots exemplarisch festgehalten und präsentiert.

Zusätzlich zu den Videos gibt es einen Projekt-Ticker, in dem die 48 Stunden Arbeit beschrieben sind. Hier erfährt man, wie die Entwicklung einer App grob von statten geht, wie zum Beispiel zuerst Mockups erstellt und mehrmals wieder verworfen werden, ein Datenbankmodell erstellt und mit XCode nachgebaut wird und wie das Coding verläuft. Natürlich gehörten auch bei diesem Projekt hartnäckige Fehler und mehrere Krisensitzungen dazu.

Auch die praktischen Sachen wurden nicht außer acht gelassen. So listen die drei Entwickler genau auf, was sie während der 48 Stunden zu sich genommen haben. Wie zu erwarten, fiel die Ernährung eher ungesund aus. Neben mehreren Litern Cola und Energy Drinks wurden unter anderem Chips, Schoko-Kekse und Kuchen verzehrt. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist soll die App fertig gewesen sein. Sie wurde allerdings zunächst von Apple abgelehnt, da man ein Währungszeichen nicht korrekt angegeben hatte. Mittlerweile ist iCashBox* aber im App Store verfügbar und kann für 1,59 Euro heruntergeladen werden.

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