iPhone-Entwickler verdienen an App-Piraten

Tizian Nemeth
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iPhone-Entwickler sehen sich zunehmend mit dem Problem der App-Piraterie konfrontiert, finden aber immer auch wieder neue Wege, mit Raubkopierern umzugehen. Auch wenn den Firmen durch illegale App-Downloads zunächst Einnahmen verloren gehen, können sie an den Benutzern solcher Software später noch verdienen: durch In-App-Verkäufe.

Seit der App Store-Eröffnung im Juli 2008 soll Apple und den Entwicklerfirmen durch App-Piraterie ein Schaden von 450 Millionen US-Dollar entstanden sein, berichtet 24/7WallSt. So rechnen die Entwickler von Tapulous damit, dass von den 2,5 Millionen Downloads des Rythmus-Spiels Tap Tap Revenge* in den ersten zwei Monaten rund eine Millionen illegale Kopien sind, sagt Chef-Entwickler Tim O’Brian am Rande der MIDEM Music Konferenz in Cannes.

“Aber das ist okay – wir wissen, wer die sind”, erklärt O’Brian: Auch Anwender illegaler Kopien laden ihre Musik innerhalb der App legal herunter, dadurch verdiene man schließlich auch. Mittlerweile lassen App-Piraten rund eine Million Dollar pro Monat für den Download von Musikstücken in Tap Tap Revenge, berichtet Appleinsider.

Auch die Musik-Identifizierungs-App Shazam profitiert von In-App-Verkäufen. 13 Prozent der Nutzer kaufen die identifizierten Songs direkt über die App, berichtet der Hersteller.

Weitere Themen: iPhone, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

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