It’s just Porn, Steve! Apple verklagt den MiKandi App Store

Mikiya Heise
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Nachdem Amazon bereits am Tag der Eröffnung seines neuen „Appstores“ von Apple verklagt wurde, haut Apple nun auch auf Kleinere ein. MiKandi, ein Start-Up aus Seattle, das von sich behauptet, den ersten „App Store“ der Welt für schlüpfrige Dienstleistungen „für Erwachsene“ anzubieten, erhielt nun von Apple eine Unterlassungsklage.

It’s just Porn, Steve! Apple verklagt den MiKandi App Store

Neben den obligatorischen Videostreams mit unzweideutigem Inhalt bietet MiKandi auch virtuelle Sex-Spielchen, erotische e-Books – bei aller liberaler Offenheit: ein Widerspruch in sich – und Partnerschaftsbörsen an. Selbstredend darf auch eine unzensierte Version der App iBoobs nicht fehlen.

In der aktuellen Unterlassungsklage geht es Apple aber nicht etwa um die Durchsetzung der bekannterweise etwas paternalistischen Linie gegenüber Erotik, Sexualität und Pornographie. Denn Steve Jobs selbst hatte ja darauf hingewiesen, dass diejenigen, die Pornos wollen, sich bitteschön ein Android Phone kaufen sollten.

Vielmehr sieht Apple die Bezeichnung „App Store“ wieder einmal auf unzulässige Weise genutzt. Apple hatte deren markenrechtlichen Schutz im Jahr 2008 beantragt und prompt hatte Microsoft dagegen Widerspruch eingelegt: die Bezeichnung sei, auch wenn sie sich mit dem Unternehmen Apple zugegebenermaßen die ersten drei Buchstaben teilt, nicht spezifisch genug. Während Amazon diese Woche seinen eigenen „Appstore“ relativ unbeeindruckt von Apples Säbelrasseln eröffnet hat, wurde der “MiKandi App Store” mittlerweile in “MiKandi App Market” umbenannt.

Mal sehen, mit ein bisschen Glück kriegen wir diese Woche vielleicht noch eine Top-Ten-Liste der von Apple eingereichten Klagen zusammen. In der Zwischenzeit können wir uns an der Begeisterungsfähigkeit des kleinen Androiden für pornografische Inhalte erfreuen…

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