Japanische Verlage fordern besseren Urheberrechts-Schutz im App Store

Florian Matthey
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Japanische Zeitschriften- und Buchverlage wenden sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung gegen Apple. In dem Statement erklären mehrere Dachverbände, dass Apple für Urheberrechtsverletzungen durch iOS Apps verantwortlich sei. Die Verlage suchen nun einen Dialog mit dem Unternehmen, behalten sich aber rechtliche Schritte vor.

Die Verlage sind verärgert, dass Bücher der japanischen Autoren Haruki Murakami und Keigo Higashino illegal im App Store erhältlich waren. Die Japan Book Publishers Association, die Japan Magazine Publishers Association und die Electronic Book Publishers Association of Japan halten nichts von Apples Praxis, Apps erst dann zu entfernen, wenn der Rechteinhaber das Unternehmen auf Urheberrechtsverletzungen aufmerksam mache. Vielmehr müsse Apple vor der Veröffentlichung selbst prüfen, ob eine App entsprechendes Material enthalte. Apples Erklärung, dass eine solche Prüfung nicht möglich sei, sei in keiner Weise überzeugend. Sollte Apple nicht auf die Mitteilung reagieren, würden ernsthafte Konsequenzen folgen.

Ein Apple-Japan-Sprecher erklärte gegenüber Japan Real Time, dass Apple als Inhaber geistigen Eigentums verstehe, wie wichtig es sei, solches zu schützen. Sobald Apple Beschwerden erhalte, reagiere das Unternehmen prompt und angemessen.

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