Gerade das neue Betriebssystem OS X Lion soll ja ein besonderes Anwender-Feeling fördern; die Bedienung zeigt Elemente, wie wir sie eher vom iPhone oder iPad kennen: Blättern mit Fingerwisch oder Zoomen per Pinzettengriff. Eine frisch geladene App startet unter Lion direkt das Launchpad; hier befinden sich alle hinzugeladenen Apps auf einer neuen Seite, ein Fortschrittsbalken zeigt den Ladevorgang.
Es macht also Spaß schnell eine App zu laden – besonders wenn diese dann auch noch kostenlos ist. Knapp 40 Gratis-Apps gibt es in der Kategorie Foto. Doch wie weit unterstützen die einzelnen Lösungen die neuen Features von Lion?
Filterkünstler: Image Tricks Lite
Ganz oben auf der Liste der kostenlosen Photo-Apps steht die Lite-Variante von Image Tricks*, einem deutschsprachigen blitzschnellen Filter-Editor, der sich auf Core-Image-Filter spezialisiert hat.
Obwohl das letzte Update bereits schon ein halbes Jahr her ist, also lange vor Lion, startet das Programm ohne Probleme und liefert zuverlässig alle Funktionen: Links stehen alle Filter und Quarz-Effekte, die sich in Echtzeit auf dem Bild einstellen lassen.
Unter den Filtern befinden sich auch Weich- und Scharfzeichner sowie eine ganze Reihe von Filtern für Farbeinstellungen. Ein Klappmenü rechts liefert verschiedene Masken, die sich jedoch leider nicht verändern lassen. Ebenso gibt es keine Möglichkeit, die Filterwirkung auf eine Auswahl zu begrenzen.
Eigene Muster gelingen über einen Generator; hier gibt es einige spannende und einstellbare Vorlagen, etwa Plasma, Biologie oder Sternenstaub, die sich beispielsweise zum Erzeugen von individuellen Hintergründen eignen.
Die Bedienung ist selbsterklärend und einfach; Bilder gelangen direkt über iPhoto oder aus einem anderen Ordner von der Festplatte auf die Arbeitsfläche. Bilder lassen sich in der Größe einstellen und drehen; mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Wie erwartet werden die neuen Funktionen noch nicht unterstützt; zum Zoomen gibt es den konventionellen Schieberegler; den Pinzettengriff erkennt Image Tricks noch nicht.
Ergänzung zu Photo Booth: Photo Effects Lite
Den eifrigen App-Tester erwartet eine schlichte Oberfläche: Links das gewählte Ausgangsbild, rechts das gleiche Bild mit angewandtem Effekt. Das Bild kommt entweder aus der eingebauten Kamera oder wird vom Schreibtisch direkt in das Fenster gezogen.
Photo Effects Lite*
liefert dann etwas mehr als 40 Effekte, weitere Effekte kommen über die Vollversion von Photo Effects*
für 9,99 Euro. Hierzu gehören die üblichen Kandidaten; Verdrehen oder Strecken, betonte Kanten, Pop Art oder Neon. Ebenso gibt es Effekte wie ASCII Art oder Kaleidoskop. Wer also eine Ergänzung zu Photo Booth sucht, der wird hier fündig.
Einstellungen gibt es jedoch nur wenige; lediglich bei einigen Effekten erscheinen im unteren Bereich der Arbeitsfläche Schieberegler, die jedoch die nicht möglichen Einstellungen direkt im Bild kaum ersetzen. Wie Image Tricks kennt auch Photo Effects keinen Pinzettengriff. Ebenso sind weder die Bildgröße, noch das Speicherformat bestimmbar.
