Das klassische Malprogramm ist zweifelsohne Painter: Vor über zehn Jahren von MetaCreations vertrieben, galt es als Geheimtipp unter den Computerkünstlern, heute fristet es im Software-Angebot von Corel fast schon ein Nischen-Dasein. Wer jedoch nur kleinere Skizzen anfertigen möchte, oder sein neues Hobby im virtuellen Pinsel sucht, der findet mit einer der beiden, hier vorgestellten Apps ein kostenloses Werkzeug.
Für diesen Test haben wir das Wacom Intuos 4 verwendet, das sich problemlos unter Lion bedienen lässt. Allerdings haben wir zuvor den aktuellen Treiber von Wacom für das Grafiktablett installiert.
Skizzen mit Marker: SketchBook Copic Edition
Sketchbook Copic Edition* von Autodesk läuft problemlos unter Lion; die App unterstützt sämtliche Multi-Touch Gesten.
Insgesamt fünf Ebenen stehen auf einer schwebenden Palette bereit, dazu alle möglichen Pinsel, Stifte, Marker und ein Radiergummi. Diese sind entweder über die Pinsel-Palette abrufbar oder über das integrierte Radial-Menü in der Ecke unten links. Verweilt der Mauszeiger dort auf einer Option, erscheinen kreisförmig angeordnet weitere Funktionen.
Eine Auswahl an Farben steht über die Copic-Bibliothek bereit, eben die typischen Marker-Farben von sanften Grau- und Erdtönen bis hin zu quitsch-bunten Leuchtstift-Tönen. Eigene Farben sind jedoch nicht vorgesehen.
Die obere Bedienungsleiste liefert die wichtigsten Auswahlwerkzeuge sowie Tools zum Navigieren und öffnen/schließen aller anderen Paletten. Fotos lassen sich zwar in das Dokument einfügen, Funktionen zur Bildbearbeitung gibt es jedoch nicht – muss auch nicht sein, denn Sketchbook ist als reines Malprogramm gedacht.
Volle Paletten: SketchBook Express
Wer zu seinen Zeichnungen auch Text hinzufügen möchte und wem eigene Farben wichtig sind, der findet vom selben Hersteller eine weitere kostenlose App, SketchBook Express*.
Benutzeroberfläche und die Bedienung sind wie bei SketchBook Copic Edition, auch diese Lösung beherrscht alle Multi-Touch Gesten. Die Paletten sind ähnlich bestückt, hinzu kommen allerdings weitere Werkzeuge, etwa ein zweiter Radiergummi, verschiedene Fülleimer sowie ein Werkzeug zum Schärfen. Zudem sind die Werkzeugspitzen über die Palette Pinseleigenschaften gut einstellbar.
Neben dem Textwerkzeug rundet eine Farbpalette den Funktionsumfang dieses lohnenswerten Malprogramm ab.
Wer lästige Farbkleckser und Radierkrümel vermeiden möchte, steigt auf digitale Farben um. Zumindest für Skizzen, die sich hervorragend mit einer, der beiden SketchBook-Apps von von Autodesk anfertigen lassen. Besonders in Kombination mit einem Zeichentablett macht das Malen richtig Spaß.