Markenname "App Store": Microsoft lässt Linguisten argumentieren

Florian Matthey
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Microsoft legt nach im Streit um den Markennamen “App Store”. Apple möchte sich den Namen schützen lassen, Microsoft legte im Januar Einspruch gegen Apples Antrag beim US-Patent und Markenamt ein. Für eine neue Einlassung bei der Behörde hat Microsoft einen Linguisten beauftragt, der den eigenen Standpunkt untermauert.

Der Linguist Ronald R. Butters erklärt, warum Microsofts Standpunkt aus wissenschaftlicher Sicht der richtige sei: “App Store” beschreibe lediglich einen “Laden, in dem Apps zum Verkauf angeboten werden”. Daher handele es sich um einen generischen Ausdruck, der das eigentliche Produkt beschreibe. Ein solcher könne sich aber nicht schützen lassen.

Apples Experte Robert A. Leonard hatte seinerseits in einer Stellungnahme einige Online-Lexika hervorgehoben, die “App Store” nicht als allgemein gültigen Begriff, sondern als von Apple benutzten Markennamen benennen. Diese Lexika hält Butters für nicht relevant: Es handele sich um keine Werke anerkannter Lexikographen, so dass ihnen keine wissenschaftliche Autorität zukomme. Aber selbst eines der von Butters genannten Werke benenne “App Store” auch als generischen Namen für ein Produkt.

Apple streitet sich über den Markennamen nicht nur mit Microsoft. Erst letzte Woche verklagte das Unternehmen Amazon wegen des “Amazon Appstores”, ein Portal für Android-Apps und Android-Entwickler.

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