Mobile Apps: Markt steigt auf 38 Milliarden US-Dollar bis 2015

Marie van Renswoude-Giersch
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Das Marktforschungsinstitut Forrester Research hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die Zukunft von mobilen Apps prophezeit wird. Der Analyst John C. McCarthy sieht dabei für den Markt eine Steigerung auf 38 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2015. Zudem betont er die Wichtigkeit von damit verknüpften Service-Leistungen, sowie von Apps, die in der Cloud arbeiten.

Als das erste iPhone im Juni 2007 vorgestellt wurde, war noch kein App Store in Sicht. Dieser erschien erst ein Jahr später, im Juli 2008, und stellte zu Beginn 500 Applikationen zur Verfügung. Heute sind daraus über 350.000 Applikationen für die iOS Plattform geworden. Dazu kommen Apps für Android-Plattform und mehr. Nicht ohne Grund sieht Forrester Research hier weiteres Potential, auch in Form neuer Geschäftsmodelle. Bis zu 17 Milliarden US-Dollar sollen Unternehmen in Zukunft für App-Entwicklung oder entsprechende Kooperation mit Dritt-Anbietern ausgeben. Auch private Applikationen für die interne Nutzung werden laut McCarthy immer wichtiger. So soll der Umsatz von mobilen Apps und damit verknüpften Service-Leistungen in den nächsten vier Jahren sogar auf 54,6 Milliarden US-Dollar steigen. Apple macht sich derweilen Gedanken darüber, wie man mit preisgünstigerer Hardware und neuen Strategien weitere Anteile im Smartphone-Markt gewinnen könnte. Mit einem iPhone für den Massenmarkt würde sich das Unternehmen auch bei den Apps ein großes Stück vom Umsatz-Kuchen sichern.

Auch die Apps an sich könnten sich verändern. Künftig werden mehr mobile Anwendungen erwartet, die auf dem Smartphone und in der Cloud arbeiten. Auch weitere Schnittstellen zu Geräten wie dem Auto oder Entertainment-Systemen sind laut Forrester Research wahrscheinlich.

Für den Bericht wurden laut New York Times Interviews mit Anbietern mobiler Apps geführt, darunter AT&T und Verizon Wireless. Auch Entwickler von Apps wie Evernote, die bereits jetzt auf einem Cloud-Dienst basiert, wurden befragt. Zudem sollten Smartphone-Nutzer angeben, wofür sie ihr Gerät hauptsächlich nutzen. An erster Stelle steht hier das Empfangen und Schreiben von SMS und MMS. Weiterhin wird das Smartphone häufig zum Überprüfen und Lesen von Wetter oder Sportnachrichten, zur Navigation, für Instant-Messaging und zum Senden und Empfangen beruflicher E-Mails verwendet. An siebter Stelle steht das Herunterladen von Applikationen. Bisher laden demnach nur 33 Prozent aller Befragten mind. monatlich Anwendungen auf ihr Smartphone.

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