Neue App-Store-Regeln ab heute: Amazon und Co. in Wartestellung

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Apple setzt seit Beginn des Jahres einen Teil seiner Richtlinien rigoros durch, die Alternativen zum In-App-Kauf unter iOS verbieten. Entwicklern, die bereits mit einer solchen Anwendung im App Store vertreten waren, blieb jedoch eine Übergangszeit bis zum 30. Juni 2011. Das war gestern, ab heute gilt also das neue Dogma. Amazon und andere harren der Dinge, die da kommen.

Cupertino verlangt 30 Prozent von jedem In-App-Kauf. Gleichzeitig sah es zunächst so aus, als würde das Unternehmen keine externen Abo- oder Einkaufsmodelle erlauben. In-App-Kauf, oder gar nichts, hieß es in den Entwickler-Richtlinien. Doch im Laufe der vergangenen Monate wurde der Widerstand seitens der Verleger und Entwickler zusehends stärker.

Apple beschwichtigte sie zum Teil mit einer Änderung: Zuvor war es nicht erlaubt, das In-App-Angebot auf einer externen Webseite günstiger anzubieten. Jetzt heißt die Regel: Keine direkten Links mehr aus der App zum externen Angebot. Letztlich eine kleine Erleichterung für all jene, die von In-App-Käufen abhängig sind, wie etwa Amazon mit der Kindle-App für iOS.

Wie CNN Money berichtet, warten Verleger wie Barnes&Noble oder Borders noch ab, wie Apple mit den Regeln künftig umgehen wird. Große Kunden zu verprellen ist sicher nicht das Mittel der Wahl, schließlich verdient Apple nach wie vor nicht schlecht an den vielen E-Book-Käufen. Andererseits wurde Sonys Reader-App gar nicht erst für den App Store zugelassen, da sie sämtliche Einkäufe über einen eigenen Webstore abwickelte.

Anbieter, die einen Teil ihrer Inhalte nur solchen Nutzern zur Verfügung stellen, die sich zuvor kostenpflichtig auf einer Internetseite registriert haben, sind ebenfalls von den Richtlinien betroffen. So etwa der Musik-Streamingdienst Rhapsody. Er kündigte bereits an, zu den Konditionen aus Cupertino nicht operieren zu können.

Es sei eine ganz einfache Rechenaufgabe, so John Irwin, Präsident von Rhapsody. “Sie verlangen von uns, ein Produkt für weniger zu verkaufen, als es uns in der Anschaffung kostet.” Dazu könne man sich nicht durchringen. Es bleibt also spannend, wie Apple sich nach Ablauf des Ultimatums fortan verhalten wird.

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Weitere Themen: AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Amazon


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