Raubkopien als großes Problem für Android-Entwickler

Florian Matthey
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Das starke Wachstum der Android-Plattform macht Googles iOS-Konkurrenten nicht in gleichem Maße attraktiver für kommerzielle Entwickler. Die meisten Android-Apps bleiben kostenlos, während die Entwickler kostenpflichtiger Apps mit Raubkopien zu kämpfen haben. In Asien soll die Quote raubkopierter Apps bei 97 Prozent liegen.

Die niedrigste Raubkopie-Quote findet sich in Nordamerika mit 43 Prozent, in Europa besorgen sich immerhin 70 Prozent der Benutzer kostenpflichtige Apps als kostenlose Raubkopie. Die Zahlen hat der App-Entwickler Hexage mit einer seiner Apps ermittelt, sie müssen also nicht vollkommen repräsentativ sein – zeigen aber doch eine klare Tendenz.

Googles Android-Team gab kürzlich bekannt, durch einen neuen Lizenzierungs-Service für mehr Schutz vor Raubkopierern zu sorgen. Für Entwickler bleiben gerade im Vergleich zum iPhone-App-Store aber andere Probleme: Google bietet überhaupt nur in 13 der 46 Länder mit Android Marketplace kostenpflichtige Apps – Japan findet sich als einziges asiatisches Land in der Liste. Zum Vergleich: Apple bietet kostenpflichtige Apps in 90 Ländern an. Android-Entwickler sollen sich auch über schlechten Urheberrechts-Schutz und schwachen Schutz der Benutzerdaten des Android Marketplace beschweren.

Was Raubkopien betrifft, haben auch iPhone-Besitzer ein Problem: Letztes Jahr hatte ein Spiele-Entwickler eine 80-Prozent-Quote für einen seiner Titel ermittelt.

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