Smartphone-Sicherheit: Viele sorgen sich, Wenige tun etwas

Flavio Trillo
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Bislang grassieren keine Smartphone-Viren in dem Umfang, in dem die PC-Welt seit vielen Jahren von Malware attackiert wird. Doch insbesondere offene oder künstlich geöffnete Systeme sind anfällig für Daten-Spionage und heimliche Überwachung. Wie eine Studie der NPD-Gruppe zeigt, sorgen sich viele Smartphone-Besitzer um derartige Angriffe, doch nur die wenigsten ergreifen Gegenmaßnahmen.

Die Forscher befragten 1.085 Personen in den USA, die ein Smartphone ihr Eigen nennen. Die größte Angst haben diese Personen demnach vor dem Diebstahl ihrer Kreditkarten-Daten – 46 Prozent der Android-Nutzer fürchten diesen Fall. Dagegen zeigen sich nur 38 Prozent der iPhone-Besitzer hierüber besorgt.

Am meisten haben diese Bedenken, ihr Gerät könnte verloren gehen oder gestohlen werden (45 Prozent). Die wenigste Angst haben sie vor schädlichen Apps und unerwünschtem GPS-Tracking. Bei den Android-Nutzern sieht es etwas anders aus. Besonders fürchten diese, dass Hacker ihre persönlichen Daten ausspionieren könnten (46 Prozent). Den gleichen Wert meldet die NPD-Gruppe für das Szenario “Kreditkarten-Daten gestohlen”.

Etwa 40 Prozent aller Smartphone-Nutzer haben also Sicherheitsbedenken, doch kaum einer weiß etwas dagegen zu unternehmen. Der Studie zufolge wissen 25 Prozent der Android-User und 35 Prozent der iPhone-Anwender überhaupt nicht, woher sie Sicherheits-Software bekommen könnten. Wenn sie es doch wissen, ist sie ihnen meist zu teuer. “Konsumenten sind sich einerseits kaum bewusst, dass es Sicherheits-Programme für ihre Smartphones gibt, und scheuen andererseits die Kosten, wenn sie von ihnen wissen”, erklärt Stephen Baker von NPD.

Dabei geben diejenigen, die über solche Schutzmaßnahmen verfügen, an, dass sie entweder gar nichts (75 Prozent) oder weniger als 3 US-Dollar bezahlt haben.

Bezeichnend ist, dass iPhone-Anwender offenbar besonders große Angst vor dem Verlust des Geräts selbst haben, nicht aber vor drohenden Angriffen durch Hacker, Malware oder Daten-Spionage. Das geschlossene System von iOS und App Store vermittelt offenbar ein gehöriges Sicherheitsgefühl. Die Grundsätze eines solchen sicheren “Ökosystems” wurden jüngst durch eine Untersuchung der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) aufgestellt.

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