Update für ImageWell - oder: Die neue Verkaufspolitik

macnews.de
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Die jüngste Aktualisierung für das schlanke Bildbearbeitungs-Programm ImageWell bringt diverse Verbesserungen hinter den Kulissen. Seit der Version 3 wurde der Programmcode vollkommen überarbeitet und an Mac OS X 10.6 Snow Leopard angepasst. Gleichzeitig ist ImageWell 4.0 auch im Mac App Store erhältlich – zu einem geringeren Preis und mit weniger Funktionen. Das führt zu der Frage, welche neuen Verkaufsstrategien sich durch den Mac App Store für die Entwickler ergeben.

ImageWell 4.0.7 ist für Anwender der Vorgänger-Version kostenfrei erhältlich. Die für neue Nutzer etwas über 15 Euro teure Desktop-Variante lässt zwar gegenüber seinem Vorgänger ein paar Funktionen vermissen. So blieben etwa Wasserzeichen, Vorlagen und Favoriten auf der Strecke. Doch werden diese Merkmale alsbald wieder mit einem weiteren Update hinzugefügt, so die Entwickler. Man habe nämlich so viel Arbeit in die Vorbereitung der Applikation für den Mac App Store gesteckt, dass sie aus Zeitnot eingespart werden mussten.

Doch auch diese, für 3,99 Euro erhältliche App, ist nur eine abgespeckte Version von ImageWell 3.7.6, das übrigens nach wie vor parallel zur neuesten Aktualisierung verwendet werden kann. Im Mac App Store werden zudem Aktualisierungen nur für die dort erworbene Applikation angezeigt, Updates der über die Webseite der Schöpfer gekauften Variante müssen separat geladen werden.

Aus welchem Grund Kunden des Mac App Store für einen geringeren Preis ein weniger funktionsreiches ImageWell kaufen können, ist nicht bekannt. Möglicherweise sind die Beschränkungen der Zulassungs-Richtlinien seitens Apple hierfür verantwortlich, die auch schon andere Entwickler bemängelten.

In einem Interview mit macmagazin.de erläuterte App-Entwickler Michael Göbel, dass einige Funktionen, “die das Arbeiten mit dem Mac erst so richtig angenehm machen” vorerst weggelassen werden müssen. Doch hofft er auf die Lernfähigkeit des Unternehmens und darauf, dass diese Richtlinien bald an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden.

Programmierer könnten bis dahin dazu gezwungen sein, ihre umfangreichen Applikationen für den Mac App Store zu beschneiden und dementsprechend natürlich den Preis für ihre Software dort zu senken. Ob derartige Auswirkungen des Konzeptes auf den Markt von den Kunden als positiv oder negativ empfunden werden, bleibt abzuwarten.

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