Hintergrund und Idee

Zum Greifen nah wirken Linsen, Filme und das Gehäuse der Hipstamatic-Kamera. Zusätzliches Equipment für neue Effekte kann man über die App im HipstaMart laden. Hinter der App steckt laut der Entwickler eine reale Kamera: In den 1980er Jahren gab es im US-Bundesstaat Wisconsin eine Kamera namens Hipstamatic 100. Sie war komplett aus Plastik gefertigt. Entwickelt haben sie die Gebrüder Bruce und Winston Dorbowski. 157 Geräte wurden damals verkauft, zur geplanten Massenfertigung kam es nicht.

Hipstamatic kann keine Bilder aus dem Foto-Verzeichnis nachbearbeiten. Die App berechnet Effekte direkt nach dem Aufnehmen. Die Galerie zeigt, wie man Abzüge bestellt und beinhaltet unsere drei Testaufnahmen.

Lieferzeiten

13 Tage später flatterten die Abzüge ins Haus. Grundsätzlich sollte man zwischen fünf und zwanzig Tagen für die Lieferung einkalkulieren. Nachverfolgen lässt diese sich nach Deutschland nicht. Informationen zum Bestellstatus erhält man auf der Webseite der Entwickler. Bezahlen kann man nur per Kreditkarte, für deutsche Anwender ein Manko.

Wie die Abzüge geliefert werden und was es mit der InstaFrame Technology auf sich hat, erfahren Sie in der Galerie.

Preise

Ausdrucke lassen sich in Größen von vier bis 30 Zoll bestellen. Es ist zu beachten, dass sich mit der niedrigsten Bildqualität lediglich 4-Zoll-Abzüge bestellen lassen. Bilder, die man in mittlerer Qualitätsstufe aufnimmt, haben in der Breite 1.936 Pixel und eignen sich so für die restlichen Größen. Einstellen lässt sich die Qualität in der App mithilfe eines dreistufigen Schalters neben der Linse auf der Vorderseite der Kamera.

Fazit

Wer beim Schwelgen in Erinnerungen lieber in Schubladen und Schuhkartons wühlt und nicht durch digitale Bilderverzeichnisse navigieren möchte, findet im Druckservice von Hipstamatic eine Rundumlösung. Die Qualität der Drucke überzeugt. In dunklen Behältnissen sollen sie bis zu 100 Jahre lang halten, hintern Glas bis zu 40.

Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben die Entwickler in Englischer Sprache den ganzen Prozess und erklären, wie aus dem digitalen Schnappschuss am Ende ein greifbares Foto wird. Wünschenswert wäre, dass Anwender auch ohne Kreditkarte bezahlen können. Verbesserungswürdig scheint derzeit die Energie-Effizienz der App selbst: Pro Minute beansprucht sie etwa ein Prozent des Akku-Füllstandes.

Wer sich dennoch für das Konzept begeistern kann, findet die Hipstamatic-App für 1,59 Euro im App Store*