“Wir haben Editing-Technologie von Weltrang in eine anwenderfreundliche App gepackt, mit der Sie Video, Audio und Fotos bearbeiten – so schnell, dass Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können”, schreibt Avid über die neue iPad-Anwendung.

Das Interface von Avid Studio für iPad orientiert sich an Desktop-Software wie iMovie oder Avid Studio. Das Storyboard dient zur Vorauswahl der Clips, das exakte Schneiden und Hinzufügen von Effekten erfolgt in der Timeline. Dem Hersteller zufolge biete die Anwendung mehr Möglichkeiten zur Bearbeitung eines Videofilms als jede andere Schnitt-App. Beispiele:

  • framegenaues Schneiden
  • Bild-im-Bild-Effekte
  • bewegte Titel und Grafiken
  • Entwerfen von 3D-Animationen mit mehreren Bildebenen
  • integrierte Klangeffekte
  • Einbindung von Hintergrundmusik
  • Vorschau im Vollbildmodus

Die Steuerung erfolgt teilweise mit Gesten: Mit zwei Fingern “vergrößern” kommt man in den Modus für framegenaues Schneiden. Auch die Bild-im-Bild-Effekte werden mit dieser Geste angepasst. Doppeltippen zeigt die gesamte Timeline an.

Als Ausgangsmaterial dienen eigene Videos, die zum Beispiel über das Camera Connection Kit auf den Tablet Computer geladen wurden. Desweiteren hat Avid eine Aufnahmefunktion integriert, mit der Fotos und Videos über die (leider nicht sehr gute) iPad-Kamera aufgenommen und weiterverarbeitet werden können.

Die fertigen Kreationen können unter anderem direkt auf Youtube oder Facebook veröffentlicht, oder per E-Mail weitergegeben werden. Eine Exportfunktion erlaubt es, Projekte vom iPad in Avid Studio für PC weiterzubearbeiten. Hierfür ist der Avid Studio App Importer notwendig.

Seit 02.02.2012 gibt es Avid Studio für iPad im App Store. Bei der Preisgestaltung hat sich der Hersteller an der Apple-Konkurrenz iMovie (für iPad) orientiert: Beide Videoschnitt-Apps kosten 3,99 Euro.