Facebook M: Alle Infos, Release und Funktionen des digitalen Assistenten

Beschreibung

Facebook M ist der digitale Assistent im Facebook Messenger, der Google Now, Apples Siri und Microsofts Cortana Konkurrenz machen soll. Allerdings werden Anfragen an Facebook M nicht nur von Software-KI, sondern auch von Menschen bearbeitet, um konkrete Aufgaben wie eine Geschenkzustellung zu erledigen. Alle Infos zu Release und Funktionen des Facebook-Assistenten findet ihr hier.

Facebooks digitaler Assistent heißt M. Ihr ruft ihn über die App Facebook Messenger auf und chattet mit ihm wie mit einer Person. Anfragen, Befehle und Wünsche werden dabei aber nicht nur von der Software verarbeitet. Am anderen Ende der Leitung reagieren auch Menschen auf Anfragen, falls diese zu komplex sind, um sie rein Software-technisch beantworten zu können. Facebook M ist damit – anders als Google Now, Cortana und Siri – ein Hybrid aus Software-KI und Dienstleistung durch Menschen.

Facebook M: Funktionen und Unterschiede zu Google Now, Siri und Cortana

Ihr könnt M über den Facebook Messenger gewöhnliche Fragen stellen wie bei Cortana oder Google Now:

  • “Wo kann man hier gut wandern?”
  • “Gibt es einen Hunde-freundlichen Strand in der Nähe?”
  • “Wie wird das Wetter morgen?”

Allerdings soll M auch konkrete Aufgaben erledigen können wie:

  • “Kannst Du mir helfen Blumen für den Geburtstag meiner Mutter zu besorgen?”
  • “Meine Freunde haben ein Baby. Kannst du mir ein gutes Geschenk vorschlagen?”

Auch Restaurant-Reservierungen oder Flüge soll M buchen können. Für die zweite Art von Anfragen setzt Facebook spezielle Mitarbeiter ein – sogenannte Trainer, die eure Anfragen weiter bearbeiten und ausführen. Ihr selbst merkt am anderen Ende nicht unbedingt, ob ihr mit der Software-KI oder einem Trainer chattet. Dieser Punkt unterscheidet M deutlich von Google Now, Siri und Cortana, die solche Aufgaben (noch) nicht ausführen können.

Greift M auf Facebook-Profile und Nutzerdaten zu?

Bislang greift Facebook M noch nicht auf gespeicherte Profilinformationen und persönlichen Daten des sozialen Netzwerks zu, sondern nur auf gespeicherte Nachrichtenverläufe, die ihr bereits mit M getätigt habt. Wenn ihr M also etwa nach einem Geschenk für das Baby eures Freundes fragt, würde M wohl noch mit Gegenfragen antworten wie “Wie teuer soll das Geschenk maximal sein?” oder “Welche Hobbys hat dein Freund?”, sofern das aus früheren Textnachrichten mit dem Assistenten noch nicht bekannt ist.

Ob das so bleibt, ist fraglich. Sehr wahrscheinlich wird M später auch auf Facebook-Daten zugreifen können. Im besten Fall kann der Nutzer dann in zugehörigen Datenschutz-Einstellungen anpassen, ob und welche Daten abgerufen werden.

Facebook M: Release

Facebooks Assistent M ist kostenlos und wird nach und nach für verschiedene Gebiete freigeschaltet. Derzeit ist M nur für einen ausgewählten Benutzerkreis in San Francisco verfügbar. Später sollen alle 700 Millionen Facebook-Nutzer den Assistenten M nutzen können.

Dazu will Facebook den Aufwand für Trainer reduzieren, sodass die KI durch Erfahrung und Updates nach und nach auch komplexere Anfragen und Aufgaben selbstständig übernehmen kann. Weiterhin will das soziale Netzwerk M auch als Kommunikationsplattform für Unternehmen etablieren.

Geld verdienen will Facebook mit M bei Einkäufen. Wenn ihr also über M etwa Baby-Schuhe kauft, würde Facebook einen bestimmten Anteil des Verkaufspreises bekommen.

Was ihr zu Facebook und digitalen Assistenten wissen solltet:

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