Meistgeteilter Facebook-Post: Offener Brief an Donald Trump

Christin Richter

Die US-Präsidentschaftswahl wird auf Twitter, Facebook und Co. seit Monaten heiß diskutiert. Nach dem dritten Super Tuesday in den USA äußert sich der amerikanische Journalist und Blogger Brandon Stanton auf seiner Facebook-Seite. In dem Post “An Open Letter to Donald Trump” vom 14. März 2016 geht es um Kritik am potenziellen Republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Unternehmer Donald Trump. Hillary Clinton gefiel dieses Statement.

Meistgeteilter Facebook-Post: Offener Brief an Donald Trump

Facebook-Posting: Ein neuer Rekord für Brandon Stanton

US Wahlkampf

Brandon Stanton betreibt den Foto-Blog “Humans of New York“, ist Journalist und Fotograf. Mit seinem Posting, das nur ca. 300 Worte lange ist, traf er den Nerv vieler Facebook-Nutzer. Sie teilten, kommentierten und überschütteten den Brief mit Likes. Er ist heute der meistgeteilte Facebook-Post aller Zeiten. Bis heute (Stand 17.03.2016)

  • wurde der Post über 1 Million Mal geteilt.
  • klickten fast doppelt so viele Facebook-Nutzer (1.962.185) den “Gefällt mir”-Button oder reagierten mit einem der neuen Facebook Emojis.
  • wurde der Brief fast 100.000 Mal kommentiert.

Damit formulierte sich Stanton in viele Herzen und sprach Kritikern aus der Seele. In einem Kommentar steht, dass man sich in jedem anderen Teil der Welt fragen würde, wie Donald Trump in den USA so viele Stimmen bekommen kann. Darauf reagiert eine Amerikanerin damit, dass es auch Amerikaner gibt, die sich das fragen würden.

Wie sich Tim Cook, andere CEOs und Republikaner über Donald Trump geäußert haben, konntet ihr bereits bei uns lesen. Dass Trump nicht alles bis zum bitteren Ende durchzieht, zeigt sein Kampf gegen Apple. Eigentlich wollte Donald Trump keine Apple-Produkte mehr nutzen, hat den Boykott inzwischen aber aufgegeben.

Offener Brief an Donald Trump: Mit diesen Worten eroberte Stanton Facebook

Eigentlich wollte sich Brandon Stanton laut seinem Post nicht politisch äußern, kommt aber in seinem Post zu dem Schluss “Because along with millions of Americans, I've come to realize that opposing you is no longer a political decision. It is a moral one.” Zu Deutsch: Wie Millionen anderer Amerikaner habe ich realisiert, dass gegen Trump zu sein keine politische Entscheidung ist. Es ist eine moralische.”

An Open Letter to Donald Trump:Mr. Trump,I try my hardest not to be political. I’ve refused to interview several of...

Posted by Humans of New York on Montag, 14. März 2016

Er schreibt weiter, dass er zugesehen hat, wie Trump rassistische Lügen über Twitter verbreitet habe, zur Ausübung von Gewalt in Form von Folter und Mord gegenüber den Familien der Terroristen ermutigte und Flüchtlinge mit Schlangen verglich. Trumps Claim “Islam hates us” (“Der Islam hasst uns”) stützt Brandon Stanton nicht. Er betont, dass er als Journalist in den letzten zwei Jahren hunderte Muslime und Flüchtline interviewt habe und dass der hasserfüllte Mensch Donald Trump selbst sei. Er wirft Donald Trump vor, nicht präsidentschaftlich zu sein und Vorurteile und Gewalt geschürt zu haben.

Stanton glaubt zwar, dass sich die Worte des potenziellen Präsidentschaftskandidaten in den nächsten Monaten ändern werden, Trump selbst würde aber immer der bleiben, der er ist. Denn auch wenn Trump sich bezüglich des Wahlkampfes zukünftig mäßigen wird, sollten seine bisherigen Tweets, Postings und Äußerungen nicht in Vergessenheit geraten. Interessanterweise werden die Republikaner von einem Elefanten symbolisiert. Es ist bekannt, dass Elefanten ein sehr gutes Gedächtnis haben…

Bildquellen: bearsky23,  Albert H. Teich / Shutterstock.com, Albert H. Teich / Shutterstock.com

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