Was bedeutet die Creative Commons Lizenz?

Marco Kratzenberg

Im Internet bekommt ihr alle möglichen Dinge unter einer Creative Commons Lizenz – Bilder, Software, Texte. Doch was ist das eigentlich? Was dürft ihr damit tun und was nicht? Wir erklären euch dieses Lizenzmodell.

Video: Was ist Creative Commons?

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Was ist Creative Commons?

Die meisten Dinge im Internet unterliegen in irgendeiner Form bestimmten rechtlichen Regelungen. Allerdings ist nicht jeder Urheber in der Lage dazu, das rechtssicher auszuformulieren. Aus diesem Grund gibt es u.a. die Creative Commons Lizenz. Creative Commons (CC) selbst ist eine nichtkommerzielle Organisation, die solchen Urhebern verschiedene Lizenzverträge kostenfrei überlässt. Dabei müssen sich beide Vertragspartner an bestimmte Regeln halten.

 

Was beinhaltet eine Creative Commons Lizenz?

Zuerst einmal sind allen Werken mit einer Creative Commons Lizenz mehrere Punkte gemeinsam. Werden irgendwelche kreativen Werke unter eine Creative Commons Lizenz gestellt, dann:

  • unterliegen diese Werke weiterhin unter dem Urheberrecht. Der Ersteller gibt seine Rechte daran nicht auf.
  • muss bei jeglicher Verwendung zumindest der Name des Urhebers genannt werden.

Das ist die einfachste Form einer Creative Commons Lizenz. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Ausprägungen in diesem Lizenzmodell. Bei dieser einfachsten Variante gibt es – außer der Namensnennung – kaum wirklich Einschränkungen. Ihr dürft solche Bilder und Texte bearbeiten und sie auch in einem gewerblichen Umfeld nutzen. Allerdings dürft ihr eben zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erwecken, als wäret ihr die Schöpfer dieser Werke!

Weitere Varianten der Creative Commons Lizenz unterscheiden sich nur noch hinsichtlich der Einschränkungen dessen, was ihr dürft und was nicht. Unterliegt ein Werk dieser Lizenz, so wird dem Nutzer das in der Regel in einer Form mitgeteilt. Entweder findet ihr beispielsweise bei Programmen eine Datei namens license.txt oder müsst bei der Nutzung einer Webseite bestimmte Regeln akzeptieren.

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Sechs verschiedene Creative Commons Lizenzen

Die verschiedenen Creative Commons Lizenzen unterscheiden sich hauptsächlich dahingehend, wie sehr der Urheber die Verwendung seiner Werke einschränkt.

Folgende Creative Commons Lizenzen gibt es:

  1. Namensnennung: Bei dieser einfachsten Lizenz dürfen die Nutzer das Werk verbreiten und verändern, es als Grundlage eigener Arbeiten nutzen und kommerziell verwenden. Aber der Name des Urhebers muss genannt werden. Dieses Model liegt allen CC-Lizenzen zugrunde und muss immer eingehalten werden.
  2. Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen: Auch hier muss der Name genannt werden. Außerdem wird vorausgesetzt, dass alles, was auf diesem Werk aufbaut, wiederum unter den gleichen Bedingungen weitergegeben wird.
  3. Namensnennung – Keine Bearbeitung: Der Name muss genannt werden. Das Werk ist auch kommerziell frei nutzbar. Allerdings darf es nicht verändert werden.
  4. Namensnennung – Nicht kommerziell: Der Name ist zu nennen. Das Werk darf auch verändert und weitergegeben werden. Sogar unter anderen Bedingungen. Aber nicht im kommerziellen Umfeld!
  5. Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen: Das sind schon eine Menge Regeln. Natürlich muss der Name des Urhebers genannt werden. Ihr könnt das Werk verändern, dürft es allerdings nicht mit kommerziellem Interesse weitergeben und die Weitergabe ist nur zu denselben Bedingungen erlaubt.
  6. Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung: Im Klartext könntet ihr etwa ein Bild mit dieser Lizenz nur auf einer nicht-kommerziellen Webseite einsetzen. Ihr dürft es nicht ändern und müsst den Namen nennen.

Wie ihr seht, gibt euch eine Creative Commons Lizenz zwar in vielen Belangen freie Hand, aber ihr dürft nicht damit machen, was ihr wollt. Es gibt Lizenzmodelle, bei denen selbst das geht. Public Domain nennt sich eine Lizenz, bei der der Urheber auf alle Rechte verzichtet und euch alle Rechte abtritt.

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