Apps mit Jugendschutz: Market bald mit "Content Rating"

Amir Tamannai

Bei Filmen, Videospielen und sogar Audio-CDs sind Angaben zur Altersfreigabe längst selbstverständlich, nun geben bald auch die Applikationen aus dem Android-Market mittels sogenannter Content Rating-Kennzeichnung Auskunft über ihre Jugendtauglichkeit. Google hat ein entsprechendes Update des Markets für die kommenden Wochen angekündigt.

Apps mit Jugendschutz: Market bald mit "Content Rating"

Die Anzahl der verfügbaren Apps in Googles Android Market wächst stündlich und hat mittlerweile beinahe unüberschaubare Ausmaße angenommen. Gut, dass es Online-Magazine wie androidnews.de gibt, die dabei helfen, im App-Dschungel den Überblick zu behalten – noch besser aber, wenn bereits im Market ausreichend Informationen zu einer Anwendung als Entscheidungshilfe vorhanden sind. Google ist sich des Informationsbedarfs der Android-Nutzer bewusst und erweitert den Market in Kürze um das sogenannte Content Rating: Alle Entwickler müssen ihre Programme in Zukunft hinsichtlich deren Jugendtauglichkeit kennzeichnen, bereits im Market vorhandene Software muss in den nächsten Wochen bis zum öffentlichen Start des Features entsprechend gekennzeichnet sein, andernfalls erhalten sie keine Jugendfreigabe („mature“-Rating). Vier Kategorien stehen dafür zur Verfügung, von „all“ über „pre-teen“ (Kinder) und „teen“ (Jugendliche) bis zu „mature“ (Erwachsene).

Interessant liest sich dabei die Checkliste, nach der die Entwickler die Bewertung ihre Applikationen vornehmen sollen: Neben den üblichen Vorgaben bezüglich Alkohol, Tabak, Drogen, Gewalt und „anstößigen Inhalten“ dürfen auch Anwendungen, die Standortabfragen anstellen kein „all“-Rating erhalten. Noch interessanter ist darüber hinaus aber die Tatsache, dass die Entwickler sich quasi selbst bewerten. Inwieweit das zu einem brauchbaren Jugendschutz im Market führt, bleibt wohl abzuwarten.

Übrigens kündigt Google in derselben Mitteilung weitere Market-Updates für die kommenden Wochen an. Wir berichteten ja bereits über die Möglichkeit eines Web-basierten Markets – vielleicht macht Google allen Android-Nutzern ja ein entsprechendes Weihnachtsgeschenk.

Quelle: Android-Entwicklerblog

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