Google-Schwester Nest erwägt Unterstützung von Apples HomeKit

Florian Matthey

Während Apple für Heimautomatisierung auf die eigene Schnittstelle HomeKit setzt, stellt die Google-Schwester Nest eigene „smarte“ Haushaltgeräte her. Überraschenderweise soll Nest mit dem Gedanken spielen, HomeKit zu unterstützen.

Google-Schwester Nest erwägt Unterstützung von Apples HomeKit

Mit HomeKit lässt sich die heimische Beleuchtung kontrollieren, einzelne Steckdosen ein- und ausschalten, das Raumklima regulieren, Überwachungskameras fernsteuern sowie einiges mehr. Eigentlich passen die Geräte von Nest perfekt zu Apples Schnittstelle: Nest hat beispielsweise einen Thermostaten, einen Rauchmelder und Überwachungskameras im Sortiment. Allerdings ist Nest nunmal eine weitere Tochter des Google-Mutterunternehmens Alphabet, mit dem Apple in vielerlei Hinsicht in einem Konkurrenzverhältnis steht.

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Apples HomeKit-Werbespot

Außerdem hatte der Nest-Mitgründer Tony Fadell, einer der „Väter“ des iPod, Apple einst verlassen, bevor er Nest erschuf und dann letztendlich an Google verkaufte. Letzteres sah man bei Apple wohl als einen Verrat an: Apples Marketing-Chef Phil Schiller kündigte Fadell prompt die Twitter-„Freundschaft“.

Fadell arbeitet aber mittlerweile nicht mehr bei Alphabet, und letztendlich gibt es viele Beispiele dafür, dass Apple mit Konkurrenten auch zusammenarbeitet. Gegenüber 9to5Mac hat Nest jetzt erklärt, dass man zumindest darüber nachdenke, HomeKit zu unterstützen. Offenbar findet man bei Nest Gefallen an den neuen Features von iOS 11, die die nachträgliche Unterstützung von HomeKit durch bestehende Geräte erleichtern: Geräte können sich mit der neuen iOS-Version auf reiner Software-Basis mit HomeKit verbinden und brauchen nicht mehr einen eigenen von Apple zertifizierten Authentifizierungs-Chip.

Quelle: 9to5Mac