Apple startet Kampf um den Schulranzen

Jetzt hat sich Apple die Schulkinder als neue Zielgruppe ausgesucht. Auf dem eben durchgeführten Apple-Event in New York hat das Unternehmen gezeigt, wie es in die Schulranzen dieser Welt gelangen will.

Apple startet Kampf um den Schulranzen

iBooks 2 und iTunes U heißen die neuen Geheimwaffen von Apple, um die iPads weiter zu verbreiten. Nach Funktionen für Geschäftskunden zielt Apple jetzt auf die Schulkinder ab: Neben Mäppchen, Heften und Pausenbrot kommt fortan ein iPad in den Schulranzen.

Der Weg in den Ranzen

Wie dies gelingt? iTunes U ersetzt nicht nur das Hausaufgabenheft, sondern bildet eine Schnittstelle zwischen Lehrer und Schülern. Für eine sinnvolle Kommunikation ist also am besten die ganze Klasse damit ausgestattet. iBooks 2 ersetzt das Schulbuch und bietet Möglichkeiten, mit denen ein normales Druckwerk nicht mithalten kann: Animationen, Suche und Notiz-Funktion erleichtern die Nutzung, Updates können nachträglich noch böse “Druckfehler” korrigieren. Klar, dass das Wischen auf dem iPad den Schülern mehr Spaß macht, als in schweren Büchern zu blättern.

A propos schwer: Der Schulranzen verliert mit einem iPad statt 5 Büchern deutlich an Gewicht. Da werden die Zöglinge ihren Eltern gleich weniger Leid tun, auch wenn es noch darüber gestritten wird, ob ein paar Kilo auf dem Rücken selbigen schaden oder trainieren.

Damit es genügend Lehrbücher gibt, bietet Apple eine Mac-Anwendung für den virtuellen Buchdruck gleich kostenlos an: iBooks Author, ebenfalls heute vorgestellt. Apple geht es also nicht um den Verkauf von Software, sondern von Hardware.

Das könnte gelingen. Kinder müssen nicht mehr auf einen gnädigen Weihnachtsmann hoffen, der das iPad unter den Christbaum legt. Nein, es ist wie selbstverständlich in der Schultüte. Klar doch, die Bildung des Nachwuchses muss unterstützt werden!

Installation einer Plattform

Nicht nur deshalb darf die Bedeutung von iBooks 2 für Apple darf nicht unterschätzt werden. Nehmen wir einmal an, es gelingt dem Unternehmen tatsächlich, ganze Schulklassen oder Schulen von den neuen Schulbüchern zu überzeugen. Noch mehr Kinder und Jugendliche würden in ein System, Apples iOS, hineinwachsen. Und wer erst einmal einige Anwendungen im App Store gekauft hat, wechselt nicht so schnell auf Android.

Geschickter Schachzug von Apple also, iBooks 2, iTunes U und iBooks Author – alles kostenlos – anzubieten. Auf die Barrikaden werden aber die einkommensschwächere Eltern gehen. Ihre Kinder brauchen einen Sponsor – oder bleiben in dem neuen Konzept außen vor.

Zum Thema: Zusammenfassung des Apple Events am 19.01.2012

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Weitere Themen: iBooks Author 2.0 , iTunes U, Apple

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