E-Book-Preiskampf: Vergleich statt Kartellverfahren

Katia Giese
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Die Kartellwächter des obersten Justizministeriums der USA haben es seit Anfang des Jahres auf Apple und fünf Buchverleger abgesehen. Statt einer Klage gegen die illegalen Preisabsprachen könnte Washington jetzt einen Vergleich mit den Beteiligten anstreben. 

E-Book-Preiskampf: Vergleich statt Kartellverfahren

Im hart umkämpften E-Book-Markt sollen Apple sowie die Verleger Simon & Schuster, Hachette, Penguin, Macmillan und HarperCollins Preistreiberei betrieben haben, lautet der Vorwurf des U.S. Department of Justice. Im Visier steht vor allem Apples Meistbegünstigungsklausel, die es den Verlegern verbietet, ihre E-Books auf anderen Plattformen preiswerter anzubieten als im iBook-Store. Geändert hatte Apple auch die bisherige Gewinnbeteiligung der Verleger: Statt des prozentualen Verkaufspreisanteils wird ein Festpreis für jedes verkaufte Buch an die Verlage gezahlt.

Der stark an Bedeutung gewinnende E-Book-Markt hat bereits die Kartellwächter in der EU auf den Plan gerufen. Hier ist in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls eine Auseinandersetzung zu erwarten. Zuvor ist in den USA ein außergerichtlicher Vergleich zwischen dem Justizministerium und Apple sowie seinen Verlegern zu erwarten, heißt es bei Reuters.

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