E-Book-Streit: Apple gibt Meistbegünstigungsklausel auf

von

Der Streit zwischen der Europäischen Kommission und Apple sowie mehreren Buchverlagen um mutmaßlich wettbewerbswidrige Preisabsprachen ist beigelegt: Apple hat den Verlagen mitgeteilt, dass die “Meistbegünstigungsklausel” im Vertrag zwischen dem iBookstore-Betreiber und den Verlagen von nun an nicht mehr gelte.

E-Book-Streit: Apple gibt Meistbegünstigungsklausel auf

Apple hatte sich mit allen Verlagen, die im iBookstore Bücher veröffentlichen, auf das umstrittene sogenannte “Agenturmodell” geeinigt: Die Verlage legen vorher fest, zu welchem Preis sie ihr Buch verkaufen wollen, Apple behält 30 Prozent des erzielten Umsatzes. So geht Apple bekanntlich auch im iTunes Store und im App Store mit Musik, Filmen und Apps um.

Amazon, bis zum Start des iBookstore der Platzhirsch im Bereich der E-Book-Downloads, hatte eine andere Praxis verfolgt: Das Unternehmen legte selbst fest, zu welchem Preis es die Bücher verkaufen wollte, und konnte so Kunden mit Rabattaktionen locken. Die Verlage hatten keinen Einfluss darauf, wie viel die Endabnehmer für die Bücher bezahlen sollten.

Das größte Problem war für die Europäische Kommission aber nicht das Agenturmodell als solches, sondern die Tatsache, dass Apple dieses mit einer “Meistbegünstigungsklausel” kombiniert hat: Die Verlage mussten sich verpflichten, dass sie ihre elektronischen Bücher außerhalb des iBookstore nirgendwo für einen niedrigen Preis anbieten würden. So waren mittelbar auch Amazon und andere Portale an den Preis gebunden, den die Verlage für den iBookstore angegeben hatten.

Im November zeichnete sich dann eine Einigung zwischen der Kommission, Apple und den Verlegern ab, die Apple in diesen Tagen umsetzt: Bis zum 18. Dezember 2017 werde Apple keine Preisparität mehr verlangen oder durchsetzen, so das Unternehmen in einem Schreiben an die Verlage. In Zukunft dürfte es elektronische Bücher also außerhalb des iBookstore gelegentlich für günstigere Preise als im Apple-Portal geben.

Display beim iPhone kaputt? Kein Problem: Reparier es selbst mit dem GIGA & Fixxoo DIY-Set für die iPhone Display-Reparatur - schnell, einfach und preiswert!

Weitere Themen: Apple


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz