E-Book-Streit: Apple hält Anschuldigung für “fundamental fehlerhaft”

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Im E-Book-Streit hat sich Apple erneut zu den Anschuldigungen des US-Justizministeriums geäußert. Die Behauptung, Apple habe wettbewerbswidrige Preisabsprachen mit den Verlagen getroffen oder ermöglicht, sei sowohl faktisch als auch rechtlich “fundamental fehlerhaft”.

E-Book-Streit: Apple hält Anschuldigung für “fundamental fehlerhaft”

Das Justizministerium hat Apple und einige Verlage wegen mutmaßlich kartellrechtswidriger Preisabsprachen verklagt. Stein des Anstoßes ist das so genannte Agenturmodell, das es Verlagen ermöglicht, die Preise für E-Books im iBookstore vorab festzulegen. Zuvor hatte Amazon ein Quasi-Monopol für E-Books; der Kindle-Hersteller legte den Preis für seine Kunden selbst fest.

Apple verweist erneut darauf, dass das Unternehmen mit dem Start des iBookstore im Jahr 2010 lediglich die gleiche Strategie gewählt habe wie beispielsweise für den App Store: Auch dort legen Entwickler einen Preis fest, Apple behält wiederum einen Teil des Umsatzes für sich. Mit dem iBookstore habe Apple, so die Auffassung des Unternehmens, Innovationen und den Wettbewerb gestärkt. Das Download-Portal habe vielmehr Amazons “monopolistischen Griff” über die Branche gebrochen. Die Kunden hätten seitdem durch interaktivere und fesselndere E-Books profitiert. An einem Treffen von Verlags-Vertretern in London, bei dem diese Preisabsprachen getroffen haben sollen, habe Apple wiederum nicht teilgenommen.

Ein wichtiger Punkt, auf den Apple nicht eingeht, ist eine Klausel in den Verträgen zwischen dem iBookstore-Betreiber und den Verlegern: Der Bestimmung zufolge dürfen die Verleger ihre Bücher nirgendwo günstiger anbieten als bei Apple. Allerdings scheint das Justizministerium diese Klausel nicht als den entscheidenden Punkt zu sehen, vielmehr stört die Regierung das Modell als solches: Einige Verlage hatten sich außergerichtlich mit dem Ministerium geeinigt und sich verpflichtet, das Agenturmodell in Zukunft nicht mehr zu betreiben.

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