E-Book-Streit: Europäische Kommission soll Angebot durch Apple und Verleger annehmen wollen

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Der Streit um E-Book-Preisabsprachen zwischen Apple und diversen Verlagen scheint zumindest in den USA kurz vor seinem Ende zu stehen. Die Europäische Kommission hat angedeutet, ein Angebot durch Apple und die Verlage anzunehmen, das es Amazon erlauben würde, E-Books günstiger anzubieten.

E-Book-Streit: Europäische Kommission soll Angebot durch Apple und Verleger annehmen wollen

Bei dem Streit mit der Europäischen Kommission geht es um das so genannte Agenturmodell, auf das Apple im iBookstore setzt: Die Buchverlage legen vorab fest, zu welchen Preisen sie ihre Titel in Apples Download-Portal verkaufen wollen, Apple behält dann 30 Prozent des Umsatzes für sich. Hinzu kommt, dass sich Apple durch eine Klausel in den Verträgen mit den Verlagen garantieren lässt, dass sie ihre Bücher in anderen Portalen nicht günstiger verkaufen.

Eben das war der Europäischen Kommission – wie auch dem US-Justizministerium – ein Dorn im Auge: Bevor Apple diese Verträge schloss, hatte vor allem Amazon E-Books zu selbst festgelegten Preisen, in der Regel besonders günstig angeboten. Die Behörden halten die Preisabsprachen zwischen Apple und den Verlagen für wettbewerbswidrig.

Im September sollen sich Apple und die Verlage dazu bereit erklärt haben, ihre Verträge zumindest für zwei Jahre so anzupassen, dass andere Betreiber – wie auch Amazon – Bücher wieder günstiger als im iBookstore anbieten dürfen.

Die Europäische Kommission soll laut Reuters kurz davor stehen, das Angebot durch die Verlage und Apple anzunehmen. Für Amazon wäre das ein Sieg, da das Unternehmen dann zu seinem alten Preismodell zurückkehren könnte – zumindest in Europa. Denn in den USA geht der Streit mit dem Justizministerium weiter.

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