Streit um E-Books-Preisabsprachen: Apple will keine außergerichtliche Einigung

Apple möchte es im Streit mit dem US-Justizministerium um mutmaßlich wettbewerbswidrige E-Book-Preisabsprachen auf ein abgeschlossenes Gerichtsverfahren ankommen lassen: Das Unternehmen sieht sich im Recht und will dies auch gerichtlich festgestellt wissen.

Streit um E-Books-Preisabsprachen: Apple will keine außergerichtliche Einigung

Apples Anwalt Daniel Floyd erklärte gegenüber der mit dem Fall befassten US-Bezirksrichterin Denise Cote, dass das Unternehmen sich eine Entscheidung über die Begründetheit der Klage des Ministeriums wünsche. “Wir glauben, dass das kein angemessener Fall ist, der sich gegen uns richtet, und das hätten wir gerne überprüft.”

Die gleiche Strategie scheinen die Verlage Macmillan, eine Tochter der Holtzbrinck-Verlagsgruppe, und die Pearson-Tochter Penguin zu wählen. Drei andere Verlage suchen derweil eine außergerichtliche Einigung mit US-Bundesstaaten.

Stein des Anstoßes ist das so genannte “Agenturmodell”. Nach diesem legen Verlage selbst fest, wie viel Geld ein E-Book kosten soll, während ein Download-Portal wie Apples iBookstore einen Teil des Umsatzes einbehält. Zuvor war ein vor allem von Amazon betriebenes Geschäftsmodell vorherrschend, das es dem Verkäufer – also vor allem Amazon – erlaubte, den Preis für den Endabnehmer selbst festzulegen.

Das US-Justizministerium glaubt, dass dieses Modell den Verlagen eine wettbewerbswidrige Preisabsprache ermöglichte. An entsprechenden Treffen der Verlags-Manager war Apple selbst allerdings nie beteiligt.

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