300: Kinokassenschlager mit Mac-Hintergrund

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Der Spielfilm “300″ von Regisseur Zack Snyder kommt am 5. April in die deutschen Kinos. In Nordamerika läuft er bereits seit dem 9. März 2006 und hat am ersten Wochenende mit über 70 Millionen eingespielten US-Dollar bereits Filmgeschichte geschrieben. Das antike Drama im Comic-Look ist bei Kritikern umstritten, die Zuschauer lieben es anscheinend wegen seiner mehr als 1.500 visuellen Effekte und sehen eine “neue Ära des Films” anbrechen. Hinter denen aber, schreibt das Blog Baller Goods, steckt eine Menge Mac-Hardware und Apple-Software.

Wir schreiben das Jahr 480 vor Christus. Die Handlung des Films geht auf die erste Schlacht an den Thermopylen zurück , bedient sich als Vorlage aber vor allem eines Comicroman-Klassikers (Graphic Novel) von Frank Miller: Unter König Leonidas kämpfen 300 Spartaner gegen den Perserkönig Xerxes und sein Heer, das über eine Million Soldaten zählt – bis zum letzten Mann.

Postproduktion am Mac

Abgedreht hat Regisseur Snyder den Film innerhalb von zwei Monaten in Montréal: Die Schauspieler agierten ausschließlich vor Bluescreens, den im Film gezeigten Hintergrund haben Grafiker im Nachhinein an Computern gezeichnet. An der Nachbearbeitung nämlich, an spektakulären Bilder und Spezialeffekten, saßen nach dem Dreh zehn verschiedene Firmen aus drei Kontinenten und arbeiteten über ein Jahr, erklärt Baller Goods. Geschnitten haben sie das Material ausschließlich mit Avid und Final Cut Pro, die 3D-Spezialeffekte stammen aus den Effekt-Programmen Maya, XSI und Lightwave. Für die 2D-Effekte hingegen griffen die Grafiker auf Apple Shake, auf Inferno, Fusion und Combustion zurück.

Das Filmmaterial soll vornehmlich in einer Qualität von 50 bis 150 Bildern pro Sekunde vorgelegen haben, die meisten aktuellen Filme setzen sich aus 24 Einzelbildern pro Sekunde zusammen. 16 Terabytes haben die Filmemacher für ihr HD-Material insgesamt an Platz gebraucht, später wurde es auf HD-Magnetbänder gebannt und mit QuickTime kodiert. Alleine das federführende Effekte-Team hatte 15 PowerMac G5-Rechner im Einsatz. Und auch den Trailer zum Filme gibt es natürlich auch auf Apple.com zu sehen.

Zuschauer vs. Kritiker

Bereits am ersten Wochenende nach dem Start in den USA füllten zahrleiche amerikanischen Zuschauer die Kinosäle, in der internationen Filmdatenbank IMDB bewerteten sie ihn durchschnittlich mit 8,4 von 10 Punkten. Mit über 70 Millionen eingespielten Dollar schaffte es 300 im Nu in die Top 20 der Filmgeschichte und verdrängte Pixars “The Incredibles” auf den 21. Platz. Unter den nicht jugendfreien R-Filmen (“rated”) liegt er nach “The Matrix Reloaded” und “The Passion of the Christ” sogar auf Platz drei der besten Kinostarts. Während der Film bei der Berlinale stehende Ovationen bekommen haben soll, wurde er bei der folgenden Pressekonferenz ausgebuht. Kritiker bemängeln flache Charaktere, nackte Gewalt und plakative Handlungsstränge. Spiegel Online erklärt: “In Europa sorgte das latent faschistische Körper- und Weltbild der im Film dargestellten Spartaner für Unbehagen.”


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